Bewegende Familiengeschichte
„...Mitte August war eine wundervolle Zeit auf Sylt: Um kurz vor sechs ging die Sonne auf und erst gegen neun Uhr abends unter. Es war meistens nicht so heiß…“
Die Journalistin Anna März ist zu Fenja Lorenzen zurückgekehrt. Sie will nicht nur deren Familiengeschichte erzählen, sondern auch deren verschwundene Schwester Martje finden, falls die noch lebt.
Es handelt sich um den zweiten Teil einer Dilogie. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich kein Problem, der Handlung zu folgen. Wichtige Informationen waren enthalten.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er beschreibt das raue Flair an der Nordsee, aber auch das Leben der Menschen zu unterschiedlichen Zeiten. Ein Teil spielt im Heute und Jetzt, einer beginnt 1958. Dadurch weiß ich als Leser relativ schnell, wie sich Martjes Leben verändert hat.
„...Aber recht hast du! Wir brauchen keine Kerle, um uns gut zu fühlen und zufrieden zu sein. Für unser Glück und unser Auskommen sorgen wir schon selbst…“
Im Jahre 1958 sagt Inge diese Worte zu ihrer Freundin Martje, die gerade eine Ausbildung im Hotel macht. Doch kurze Zeit später trifft Martje auf Hark Hoyer, der ihr Leben gehörig durcheinander wirbelt. Dann ist nichts mehr wie vorher.
Hintergrund der Geschichte sind Ereignisse, die in der Kindheit von Martje und Fenja geschehen sind. Diese wirken heftig nach. Es geht um Vertrauen und Verlust. Als Martje ein Wort von Fenja in den falschen Hals bekommt, fällt sie eine Entscheidung, die sich später als fatal erweisen sollte.
Die Kernfrage, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, wird an einer Stelle so formuliert:
„...Wieso kann man einander nicht einfach vertrauen, die Wahrheit sagen und damit all die Fragen beantworten, die unbeantwortet in den Köpfen derjenigen herumgeistern, die nach Antworten suchen und sich unweigerlich irgendwann ihre eigenen zurechtspannen?…“
Gut wiedergegeben wird das Lebensgefühl Ende der fünfziger und zu Beginn der 60er Jahre. Der Umgang mit Drogen, die Friedensbewegung und Aussteiger aus dem normalen Leben spielen auch im Roman eine Rolle.
In der Gegenwart darf ich Anna bei ihrer Suche begleiten. Nicht jede Spur erweist sich als hilfreich. Doch sie ist hartnäckig.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie stark uns die Vergangenheit prägt.
Die Journalistin Anna März ist zu Fenja Lorenzen zurückgekehrt. Sie will nicht nur deren Familiengeschichte erzählen, sondern auch deren verschwundene Schwester Martje finden, falls die noch lebt.
Es handelt sich um den zweiten Teil einer Dilogie. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich kein Problem, der Handlung zu folgen. Wichtige Informationen waren enthalten.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er beschreibt das raue Flair an der Nordsee, aber auch das Leben der Menschen zu unterschiedlichen Zeiten. Ein Teil spielt im Heute und Jetzt, einer beginnt 1958. Dadurch weiß ich als Leser relativ schnell, wie sich Martjes Leben verändert hat.
„...Aber recht hast du! Wir brauchen keine Kerle, um uns gut zu fühlen und zufrieden zu sein. Für unser Glück und unser Auskommen sorgen wir schon selbst…“
Im Jahre 1958 sagt Inge diese Worte zu ihrer Freundin Martje, die gerade eine Ausbildung im Hotel macht. Doch kurze Zeit später trifft Martje auf Hark Hoyer, der ihr Leben gehörig durcheinander wirbelt. Dann ist nichts mehr wie vorher.
Hintergrund der Geschichte sind Ereignisse, die in der Kindheit von Martje und Fenja geschehen sind. Diese wirken heftig nach. Es geht um Vertrauen und Verlust. Als Martje ein Wort von Fenja in den falschen Hals bekommt, fällt sie eine Entscheidung, die sich später als fatal erweisen sollte.
Die Kernfrage, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, wird an einer Stelle so formuliert:
„...Wieso kann man einander nicht einfach vertrauen, die Wahrheit sagen und damit all die Fragen beantworten, die unbeantwortet in den Köpfen derjenigen herumgeistern, die nach Antworten suchen und sich unweigerlich irgendwann ihre eigenen zurechtspannen?…“
Gut wiedergegeben wird das Lebensgefühl Ende der fünfziger und zu Beginn der 60er Jahre. Der Umgang mit Drogen, die Friedensbewegung und Aussteiger aus dem normalen Leben spielen auch im Roman eine Rolle.
In der Gegenwart darf ich Anna bei ihrer Suche begleiten. Nicht jede Spur erweist sich als hilfreich. Doch sie ist hartnäckig.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie stark uns die Vergangenheit prägt.