Eine komplizierte Familiengeschichte

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leseratte1310 Avatar

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Die Journalistin Anna kehrt nach Sylt zurück, um nach Fenjas Schwester Martje zu suchen, die seit einer Sturmnacht im Jahr 1958 verschwunden ist. Fenja scheint mehr zu wissen, aber sie schweigt. Doch Anna findet beim Nachforschen heraus, dass das Verhältnis der Schwestern, die sich als Kind sehr geliebt hatten, nicht einfach war.

Dieses Buch ist der zweite Teil der Dilogie. Der einfühlsame Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen. Die Atmosphäre der Insel ist wieder sehr schön beschrieben. Auch dieser Roman spielt wieder auf unterschiedlichen Zeitebenen.

Einerseits haben die Nachforschungen Anna wieder auf die Insel gebracht, aber andererseits sind da auch immer noch ihre Gefühle für Eric. Sie findet heraus, dass es Martje auf die Insel Amrum verschlagen hat, wo sie unter einem neuen Namen lebt. Obwohl Martje 1958 ahnte, dass ihr Hark Hoyer nicht guttun wird, verliebte sie sich ihn und will ihm nach Amerika folgen. Doch dann geschieht ein Unglück. Während sie sich retten kann, bleibt Hark verschwunden. Aber Schuldgefühle lassen sie nicht los. Es ist interessant, Martjes Schicksal zu verfolgen, auch wenn ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte.

Anna bleibt beharrlich bei ihrer Suche und es gelingt ihr tatsächlich, hinter die Familiengeheimnisse zu kommen und Martje zu finden. So können sich Fenja und Martje nach so vielen Jahren aussprechen.

Mir hat diese emotionale Familiengeschichte gut gefallen.