Gelungene Fortsetzung der Wohlfühl-Dilogie

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lisbethsalander Avatar

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Nachdem ich kurz zuvor den ersten Teil der Dilogie von Gabriella Engelmann gelesen hatte, war ich natürlich unendlich gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um die starken Frauen über mehrere Generationen auf der Insel Sylt weiter erzählt. Der zweite Teil hat mir hierbei sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als die Ausgangsstory, hier hatten die Figuren in meinen Augen noch mehr Tiefe, das Gesamte war noch spannender und hatte mehr Aussagekraft. Der Schreibstil hat mir überaus gut gefallen, ich konnte von Beginn an in die Handlung eintauchen. Auch das wunderschön gestaltete Cover hat dazu beigetragen, dass ich das Buch immer wieder sehr gerne zur Hand genommen habe. Alle Protagonistinnen waren extrem authentisch skizziert und mir sehr nahe. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt, was das Ganze sehr abwechslungsreich und spannend macht! Die Journalistin Anna, die in der Gegenwart der 85jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer über Jahrzehnte verschollenen Schwester Martje behilflich ist, deren Werdegang uns immer wieder mit in die Vergangenheit nimmt, lässt einen als Leser mit fiebern und den Roman nur ungern aus der Hand legen. Besonders gut gefallen haben mir bei der Lektüre die wunderschönen idyllischen Landschaftsbeschreibungen. Gabriella Engelmann bringt das Setting sehr gekonnt rüber, so dass man das Gefühl hat, den Nordseewind und die Atmosphäre an der Küste regelrecht zu spüren! Für mich war die Dilogie die erste Berührung mit der Autorin, aber mit Sicherheit möchte ich nun noch weitere Bücher von ihr lesen. Ich kann auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne die volle Punktzahl!