Schwestern

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bookworld91 Avatar

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Zwei Schwestern. Eine gefährliche Liebe. Und jede Menge alter Geheimnisse. Das ist Thema in „Der Duft des Strandhafers“.

Fenja lebt auf Sylt. Sie hat Sehnsucht nach ihrer Schwester Martje, die seit Jahren weg ist. Doch Journalistin Anna findet Geheimnisse der Schwestern heraus….

Das Buch lässt sich von Beginn an gut lesen. Es ist Band 2 einer Reihe, allerdings auch separat lesbar. Durch das ruhige Setting auf Sylt und Amrum komme ich direkt gut rein und bin mitten im Geschehen.

Das Geschehen verteilt sich auf zwei Zeitebenen. Einmal die Vergangenheit (1958), einmal die Gegenwart. Es ist keine Hektik, sondern eher eine ruhige Handlung, auch wenn Spannung zum Beispiel durch Martjes Geheimnis oder das Geschehen um Anna und Eric in der Gegenwart aufkommt.

Die im Buch verwendete Sprache ist ruhig und sanft. Viele Adjektive, Farben und Vergleiche ermöglichen es mir, das Geschehen zu visualisieren und nachzuvollziehen. So kann ich mich gut in beide Zeiten und Schwestern hineinversetzen und ihre Beweggründe verstehen.

Allerdings führen die Ruhe und der Sichtwechsel zu einem Manko beim Lesefluss. Manche Sachen werden in die Länge gezogen und nicht mit dem nötigen Tempo in Verhältnis zu anderen Geschehnissen abgehandelt. Dieser Faktor führt dazu, dass manche Erkenntnis unwichtig erscheint, die später relevant wird (Was ist mit Erics Frau? Wie fühlt Fenja sich, als die Schwester damals weg ist?). Das finde ich schade. Dennoch gebe ich diesen Herzensbuch vier Sterne.