Riecht nach guter Unterhaltung

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jaymowe Avatar

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Es soll der Traumurlaub in der Traumkulisse werden. Etwa für die kleine, perfekte Familie oder aber für die gestresste Flugbegleiterin. Doch statt der verdienten Erholung wartet am Strand ein Walkadaver auf die Urlauber. Und dieser, genauer gesagt sein Geruch, wird zum zunehmenden Ärgernis für die Menschen. Bis es schließlich zur Katastrophe kommt.

Der Roman ist abwechselnd aus der Sicht der Familienmitglieder Hugo, Judith und Ava sowie der Flugbegleiterin Celeste und des Hotelmitarbeiters Waldemar geschrieben. Dies verleiht der Erzählung eine Mehrdimensionalität, wodurch sie an Tiefe gewinnt. Der gestrandete Wal fungiert als Naturmotiv. Mit seinem zunehmenden Verfall, fällt auch die Fassade der Figuren und der Leser erhält tiefe Einblicke in die zerrüttete Ehe von Judith und Hugo, dem tiefsitzenden Trauma von Celeste und der unerwiederten Liebe Waldemars zu einer Kollegin. Je mehr sich die Figuren unausweichlich mit ihren Problemen konfrontiert sehen, desto penetranter wird der Gestank. Eine Sonderrolle nimmt zweifelsohne die Figur der Tochter Ava ein. Vermittelt durch ihre Maltafel beobachtet und kommentiert sie das Geschehen.

Der Roman ist durchaus witzig und oft spitzzüngig erzählt. Immer mehr steigert er sich ins Absurde, bis er mit einem wortwörtlich großen Knall kulminiert.
Was als ein lauer Beachread daherkommt, mausert sich schnell zur bitterbösen Satire. Wer "The White Lotus" mag, wird "Der Duft des Wals" lieben.