Mit guten Ansätzen, aber wenig Tiefgang

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katto Avatar

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„Der Endometriose Balance-Plan“ von Dr. med. Matthias Riedl möchte Betroffenen dabei helfen, ihre Beschwerden ganzheitlich in den Griff zu bekommen. Dabei geht es unter anderem um Ernährung, Bewegung, Stressmanagement und weitere alltagstaugliche Ansätze, die den Körper unterstützen sollen. Ernährung steht dabei in diesem Buch im Vordergrund.

Mir hat gefallen, dass das Buch verständlich geschrieben ist und viele Themen rund um Endometriose aufgreift. Man merkt, dass der Autor Betroffenen verschiedene Möglichkeiten an die Hand geben möchte und dazu ermutigt, sich aktiv mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. Einige Anregungen fand ich durchaus interessant und hilfreich.

Trotzdem konnte mich das Buch nicht richtig überzeugen. Vieles blieb für mich recht allgemein und ich hätte mir an vielen Stellen mehr Tiefe, fundierteres Wissen sowie konkretere Hilfestellungen gewünscht. Einige Empfehlungen wirkten auf mich eher wie bekannte Gesundheitstipps und weniger speziell auf Endometriose zugeschnitten.

Positiv fand ich die enthaltenen Rezepte, sodass der Leser/ die Leserin gleich eine Möglichkeit hat loszulegen. Leider wirken nicht alle Rezepte einfach nachzukochen. Auch hätte ich mir insgesamt etwas mehr Abwechslung gewünscht. Dennoch finde ich sie eine schöne Ergänzung zum theoretischen Teil des Buches und sie liefern gute Inspirationen für den Alltag. Positiv finde ich auch, dass manche sogar glutenfrei sind oder andere ganz gut dahingehend verändert werden können.

Insgesamt ist „Der Endometriose Balance-Plan“ ein solides Buch mit nützlichen Impulsen, das sich vor allem für Leser/innen eignet, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen. Wer sich bereits mit Endometriose auseinandergesetzt hat, wird wahrscheinlich nicht allzu viele neue Erkenntnisse mitnehmen und etwas enttäuscht sein. Für mich war es eine interessante Lektüre, die aber hinter meinen Erwartungen geblieben ist.