Loblied auf die Wirkmächtigkeit der Poesie- von „wohliger Benommenheit“ bis „bon courage!“
Im Roman wird die Poesie Louis, den hypersensiblen Gärtner, der gerade vielfach am Leben leidet (todkranke Katze, Verwüstung durch Sturm etc.) mit seinem Dasein versöhnen -mithilfe der außergewöhnlichen Nachbarin und Literaturprofessorin Thalie; sie bietet ihm einen Pakt an: er kümmert sich um die Sturmschäden im Oliven-Garten und sie vermittelt ihm, dass Poesie einen beflügelt und beglückt. Dem Namen verpflichtet -Thalie (griech)die Muse, die Erblühende- wird sie frischen Zauber entfalten.
Dies Beziehungsgeflecht ist nur das Vehikel, um darin die vielen Beweise der heilenden Wirkung von Poesie anzupinnen…:“habiter le monde en poète“-die Vision… frei nach J. Prévert: la poésie, c’est le plus joli surnom que l’on donne à la vie(Poesie ist der schönste Spitzname, der dem Leben gegeben wird)
Der Gärtner lebte allein, nur in der Gesellschaft von Bäumen und Tieren und so ist es psychologisch stimmig, dass er der Natur mitmenschliche Züge verpasst: die Äste der Pinien -gebrochen im Sturm-schreien vor Angst(p11) der Sturm zwirbelt die Luft(p11) die Sonne scheint dreist ,der Mistral steigert mit seinen Lanzen das übliche Stürmen zum überirdischen Furor, Stimmen verflechten sich zum Kranz von “Oh!lala! “(p15)
An vielen Stellen zeigt sich der Autor empathisch, hat die Psyche der Figuren im Visier und veranschaulicht diese mit unüblichen Bildern.
Der Text ist flüssig zu lesen, geschrieben mit nachdenklicher Note: er ist gespickt mit Zitaten, meist Gedichten, aus dem Fundus eines rundum gebildeten Kunsthistoriker Hirns- ohne jeden Drang zu belehren; es sprudelt aus Freude am Poetischen nur so aus ihm raus. Die Freude ist auch ganz auf Seiten des Lesers: der Text ist eine Fundgrube und Anregung für frankophile Poesiefreunde und ein Härtetest für den Wissensfundus von Literaturkolporteuren-ich möchte sehr gerne dem Autor noch länger bei seinem Plädoyer fürs Poetische lauschen.
Anmerkung zu dem, was der Autor nicht verantwortet: das Cover- ich finde es sehr enttäuschend: hier lohnt sich der Vergleich vom deutschen Cover mit dem Original, das so liebevoll die Botschaft des Autors illustriert: auf der Vorderseite einige Verse von Baudelaires Gedicht le Chat (Fleurs du Mal ) in ein Figurengedicht im Stil Apollinaires geformt- die Rückseite zeigt das Manuskript von Rimbauds berühmten Zeilen : .Ganz anders die deutsche Version mit vermutlich preisgünstigem Abdruck des Monet Bildes von seinem Garten, der weder in seiner nordfranzösischen Gestalt noch in seiner diffusen Lieblichkeit speziell dem Inhalt des Buches gerecht wird, der prospektive Leser ahnt höchstens Harmonisches im Inhalt; dazu verhunzt noch ein Spiegelbestseller-Papperl die Optik -hélàs!
Dies Beziehungsgeflecht ist nur das Vehikel, um darin die vielen Beweise der heilenden Wirkung von Poesie anzupinnen…:“habiter le monde en poète“-die Vision… frei nach J. Prévert: la poésie, c’est le plus joli surnom que l’on donne à la vie(Poesie ist der schönste Spitzname, der dem Leben gegeben wird)
Der Gärtner lebte allein, nur in der Gesellschaft von Bäumen und Tieren und so ist es psychologisch stimmig, dass er der Natur mitmenschliche Züge verpasst: die Äste der Pinien -gebrochen im Sturm-schreien vor Angst(p11) der Sturm zwirbelt die Luft(p11) die Sonne scheint dreist ,der Mistral steigert mit seinen Lanzen das übliche Stürmen zum überirdischen Furor, Stimmen verflechten sich zum Kranz von “Oh!lala! “(p15)
An vielen Stellen zeigt sich der Autor empathisch, hat die Psyche der Figuren im Visier und veranschaulicht diese mit unüblichen Bildern.
Der Text ist flüssig zu lesen, geschrieben mit nachdenklicher Note: er ist gespickt mit Zitaten, meist Gedichten, aus dem Fundus eines rundum gebildeten Kunsthistoriker Hirns- ohne jeden Drang zu belehren; es sprudelt aus Freude am Poetischen nur so aus ihm raus. Die Freude ist auch ganz auf Seiten des Lesers: der Text ist eine Fundgrube und Anregung für frankophile Poesiefreunde und ein Härtetest für den Wissensfundus von Literaturkolporteuren-ich möchte sehr gerne dem Autor noch länger bei seinem Plädoyer fürs Poetische lauschen.
Anmerkung zu dem, was der Autor nicht verantwortet: das Cover- ich finde es sehr enttäuschend: hier lohnt sich der Vergleich vom deutschen Cover mit dem Original, das so liebevoll die Botschaft des Autors illustriert: auf der Vorderseite einige Verse von Baudelaires Gedicht le Chat (Fleurs du Mal ) in ein Figurengedicht im Stil Apollinaires geformt- die Rückseite zeigt das Manuskript von Rimbauds berühmten Zeilen : .Ganz anders die deutsche Version mit vermutlich preisgünstigem Abdruck des Monet Bildes von seinem Garten, der weder in seiner nordfranzösischen Gestalt noch in seiner diffusen Lieblichkeit speziell dem Inhalt des Buches gerecht wird, der prospektive Leser ahnt höchstens Harmonisches im Inhalt; dazu verhunzt noch ein Spiegelbestseller-Papperl die Optik -hélàs!