Gedichte gegen die Sprachlosigkeit
Als ich gelesen habe, worum es geht, war ich zunächst skeptisch. Ein Gärtner, ein sehr kranker Kater und lauter Gedichte, die alles wieder richten sollen, das kann schnell süßlich werden. Wird es manchmal auch ein bisschen, aber selten genug, so dass es mich nicht gestört hat.
Louis ist Gärtner in der Provence, still und verschlossen, und er verstummt vollends, als sein Kater schwer erkrankt. Dazu kommt ein Sturm, der die Gärten der Gegend verwüstet hat. Dann zieht nebenan Thalie ein, eine ehemalige Literaturprofessorin, die Louis kurzerhand mit ihrer Begeisterung für Lyrik ansteckt. Von Sappho über Rimbaud bis Rilke und Neruda begleiten die Gedichte Louis dabei, wieder Worte für das zu finden, was ihn belastet. Nebenbei kommt natürlich auch Thalies Garten wieder in Form.
Schlesser, eigentlich Kunsthistoriker und durch „Monas Augen“ bekannt, macht aus Gedichten keine Pflichtlektüre. Sie tauchen auf wie Gäste, die man gern am Gartenzaun trifft, nicht wie Stoff für die nächste Klausur. Wer Lyrik aus dem Schulunterricht noch als Zumutung in Erinnerung hat, bekommt hier eine zweite Chance.
Man muss allerdings in der Stimmung für ein ruhiges, warmherziges Buch sein. Wer Tempo oder spannende Wendungen sucht, wird sich mit diesem Buch eher nicht anfreunden. Mit über 360 Seiten muss man außerdem Geduld mitbringen, denn Louis findet seine Worte nicht über Nacht.
Ein leises Buch für Tage, an denen man selbst nicht viel zu sagen hat. Und wer danach plötzlich im Regal nach dem verstaubten Gedichtband sucht, hat alles richtig gemacht.
Louis ist Gärtner in der Provence, still und verschlossen, und er verstummt vollends, als sein Kater schwer erkrankt. Dazu kommt ein Sturm, der die Gärten der Gegend verwüstet hat. Dann zieht nebenan Thalie ein, eine ehemalige Literaturprofessorin, die Louis kurzerhand mit ihrer Begeisterung für Lyrik ansteckt. Von Sappho über Rimbaud bis Rilke und Neruda begleiten die Gedichte Louis dabei, wieder Worte für das zu finden, was ihn belastet. Nebenbei kommt natürlich auch Thalies Garten wieder in Form.
Schlesser, eigentlich Kunsthistoriker und durch „Monas Augen“ bekannt, macht aus Gedichten keine Pflichtlektüre. Sie tauchen auf wie Gäste, die man gern am Gartenzaun trifft, nicht wie Stoff für die nächste Klausur. Wer Lyrik aus dem Schulunterricht noch als Zumutung in Erinnerung hat, bekommt hier eine zweite Chance.
Man muss allerdings in der Stimmung für ein ruhiges, warmherziges Buch sein. Wer Tempo oder spannende Wendungen sucht, wird sich mit diesem Buch eher nicht anfreunden. Mit über 360 Seiten muss man außerdem Geduld mitbringen, denn Louis findet seine Worte nicht über Nacht.
Ein leises Buch für Tage, an denen man selbst nicht viel zu sagen hat. Und wer danach plötzlich im Regal nach dem verstaubten Gedichtband sucht, hat alles richtig gemacht.