Äpfel & Grenzen

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amirah Avatar

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Irgendwie hatte ich überlesen, dass es sich bei diesem Buch und eine Dilogie handelt - und sehr fies: Band 1 endet mit einem Cliffhanger - und Band 2 erscheint erst im April 2027. Aber gut, gefallen hat mir der erste Band trotzdem.

Dass Finkenwerder mal eine geteilte Elbinsel war, deren eine Hälfte auf Hamburger Gebiet und die andere auf Preußischem lag, wusste ich nicht. Solche Kleinigkeiten lassen mich immer erstmal zum Handy greifen und solche Historischen Gegebenheiten nachlesen. Sehr interessant! Dass man daraus eine Plot entwickelt, finde ich gut und noch besser, dass daraus eine interessante Geschichte entstanden ist.

Kea, deren Mutter vor Jahren gestorben ist, wächst bei ihrem Vater auf. Einem Mann, der nicht oft auftritt und wenn doch, dann nicht wirklich sympathisch wirkt. Eher kühl und unfreundlich. Was sich hinter seinem Verhalten genau verbirgt, hat sich in diesem ersten Band der Elbinsel-Saga noch nicht ergeben, doch ich hoffe, dass sein Geheimnis, das mit dem Unfall seiner Frau verknüpft zu sein scheint, sich im nächsten Band offenbaren wird. Ebenso wie einige andere lose Fäden, die dringend noch aufgerollt werden müssen!

Kristen gefällt mir. Ein junger Mann, der es Ende des 19. Jahrhunderts sehr schwer hat aus seiner Rolle eines einfachen Landarbeiters herauszukommen. Er geht seinen Weg, muss viele Schicksalsschläge verkraften und ist mir dennoch von Anfang ans Herz gewachsen. Ebenso wie Kea, die mich von ihrer stürmischen Art etwas an den Trotzkopf Ilse erinnert, auch wenn Kea nicht maßlos verwöhnt wurde, so konnte sie auf dem Gestüt/Gut machen was sie will und ihren geheimen Garten pflegen und hegen.

Dieser geheime Garten ist auch eine Hommage an das Buch von Frances Hodgson Burnett und diese Hommage ist sehr gut gelungen!

Neben Kea spielt auch noch Keas Kusine Rosa eine große Rolle. Rosa mochte ich anfangs überhaupt nicht, doch nach und nach erfährt man ihr Geheimnis und dann möchte man sie einfach nur noch in den Arm nehmen, sie feste drücken und zuflüstern "Alles wird gut".

Das Buch hat mir alles in allem sehr gut gefallen - und es gibt von mir auch eine klare Leseempfehlung. Allerdings würde dazu raten, auf den 2. Band zu warten um beides zeitnah lesen können.