Beeindruckende Zeitreise

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tintenklex Avatar

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„Der geheime Apfelgarten“ entführt uns nach Finkenwerder zur Zeit der großen Cholera-Epidemie. Kea passt mit ihrer aufgeweckten, selbstsicheren Art so gar nicht in die feine Gesellschaft, der sie eigentlich angehören soll, was sie mir gleich sympathisch gemacht hat. Ihre Leidenschaft sorgt bei ihrem Vater für graue Haare, macht sie aber auch zu einer interessanten und nachvollziehbaren Figur. Auf jeder Seite konnte ich mit ihr fühlen und mich super in sie hinein versetzen – egal ob es gerade um die guten oder eben auch die schweren Zeiten ging. Genauso wie Kea werden auch Kristen diverse Grenzen durch die Gesellschaft vorgegeben, die er zu überwinden versucht, um für seine Familie zu sorgen. Obwohl die Geschichte in einem relativ leichten Ton beginnt, wird es bald düsterer und man spürt förmlich die Verzweiflung der Hamburger als sich die Lage in der Stadt immer weiter zuspitzt. Auch für den Lesenden baut sich die Spannung immer weiter auf bis zum dramatischen Finale und dem Cliffhanger, der sehr neugierig auf die Fortsetzung macht.
Trotz aller Schicksalsschläge schafft Eder es immer wieder, kleine Insel der Ruhe in die Geschichte einzuflechten, sodass man in den Frieden des Apfelgartens eintauchen kann, bevor es mit Intrigen, Geheimnissen und der drohenden Cholera weitergeht. Ein gelungener Auftakt, bei dem man einen tollen Einblick in das Leben in der Vergangenheit bekommt.