Kea und der Apfel ihrer Kindheit

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isa buktum Avatar

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Kea Loop lebt mit ihrem Vater auf dem mächtigen Famileingut. Die Mutter starb früh, sodass sich das Mädchen ziemlich ungezügelt auf der Elbinsel entfalten konnte. Immer wieder flüchtet sich Kea hinter die alte Scheune in den geheimen Apfelgarten, um ihrer Mutter nah zu sein. Ihr Ziel ist es, aus einem zufälligen Sämling den köstlichen Apfel ihrer Mutter nachzuzüchten. Hinter der Grundstücksgrenze entfaltet sich das Land der Familie Rentfeld. Hier entdeckt Kea den Arbeiter der Nachbarsfamilie. Die Chemie stimmt zwischen den beiden jungen Leuten. Aber die Wege trennen sich und es kommt ihnen auch die Cholera dazwischen. Keas Cousine aus Hamburg zieht vorübergehend nach Finkenwerder. Ich fand es schön, dass die störische Kea im Roman eine Wandlung vollzog und Empathie mit ihrer Cousine bewies.

Die Autorin Rebekka Eder hat einen interessanten historischen Roman verfasst, der auf der einen Seite den Umgang mit einer schwierigen Krankheit aufzeigt, Einblicke in das Leben in Finkenwerder im 19. Jahrhundert ermöglicht und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen thematisiert.

Das Buchcover ist ansprechend und passend gestaltet.

All jene, die sich für Norddeutschland im 19. Jahrhundert und für Familiengeschichten erwärmen können, kommen mit diesem Buch auf ihre Kosten.