Ein schöner abwechslungsreicher Roman

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ada2011 Avatar

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Als ich gelesen habe, dass der Autorinnenname ein Pseudonym einer mir sehr gut gefallenen Schriftstellerin ist, war ich noch viel neugieriger auf das Buch.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Diesen schönen Sommerroman habe ich gebraucht zwischen all den komplizierten Beziehungsromanen mit großen Problemen unserer Zeit.
Wobei man sich nicht täuschen lassen sollte. Auch dieses Buch beschreibt Probleme des endenden 19. Jahrhunderts auf der Insel Finkenwerder bei Hamburg. Es spielt in einer Zeit, als die Entmündigung und Unterdrückung der Frauen in jeder Bevölkerungsschicht legitim war. Dies kommt hier auch ganz deutlich bei den beiden, die Insel beherrschenden, Familien Loop und Rentfeld zum Ausdruck.
Kea Loop muss sehr unter ihrem Vater leiden. Es wird häufig erwähnt, dass er mal ganz anders gewesen ist. Ich konnte ihm so gar nichts abgewinnen. Die Familie Loop wohnt auf der preußischen Seite von Finkenwerder und die Familie Rentfeld auf der Hamburger Seite. Zwischen den Anwesen verläuft die Grenze. Diese Grenze wird Kristen, dem Knecht, der mit Kea befreundet ist zum Verhängnis während der großen Choleraepidemie 1892 in Hamburg. Hier wird all das Elend beschrieben, das die Menschen ereilte. Dieser Teil hat mich auch dazu angeregt, etwas mehr darüber zu erfahren, so dass ich hier zusätzlich das Internet um Fakten bemüht habe.
Kea und Kristen, das ist eine schöne Liebesgeschichte, die im ersten Band der Dilogie im Desaster endet, so dass ich mich jetzt schon auf den 2. Band freue und ihn auf meine Wunschliste für 2027 gesetzt habe.
Der geheime Apfelgarten ist spannend und kurzweilig geschrieben und interessant noch dazu. Ich hatte großes Lesevergnügen.