Interessant und spannend

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jester Avatar

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Ich habe in den letzten Jahren immer wieder historische Romane über Hamburg und Umgebung gelesen, daher war ich bei diesem Roman besonders gespannt, welche neue Informationen ich erfahren werde. Das Buchcover gefällt mir sehr gut und anhand der Kleidung der jungen Dame konnte ich erahnen, dass es sich um einen historischen Roman handelt.
In diesem Auftakt der „Elbinsel-Saga“ lernt die Halbwaise Kea, Tochter eines preußischen Vollhöfner, den „Bastard“ Kristen, unehelicher Sohn einer hamburgischen Magd im geheimen Apfelgarten kennen. Sie will die Äpfel ihrer toten Mutter nachzüchten und betritt das Grundstück der verfeindeten Familie, da dort ein Zufallssämling wächst.
Ich fand die Protagonisten der gehobenen Gesellschaft, das gezierte Verhalten in Keas Umgebung authentisch und sehr gut beschrieben. Das gleiche gilt auch für die Protagonisten der ärmeren Bevölkerungsschicht auf der Elbinsel Finkenwerder, wie der Knecht Kristen. Ich konnte mir alle Szenen richtig gut vorstellen. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht. Sie nimmt von Anfang an Fahrt an und die Spannung wird bis zum Schluss gehalten. Ich fragte mich lange Zeit, wer Rosa Gewalt antun konnte und habe mich gefreut, dass sie in ihrer Cousine Kea ein wirkliche Freundin gefunden hat.
Besonders die Karte von Finkenwerder mit Nennung der Familien und Aufteilung in Hamburgerisch und Preußisch in der Klappeninnenseite hat mir gleich sehr gut gefallen. Das Nachwort der Autorin mit den erläuternden historischen Hintergründen bzw. fiktiven Erzählstränge fand ich interessant und hilfreich. Da die Anzahl der Protagonisten überschaubar ist, habe ich auch kein Personenverzeichnis vermisst.
Fazit:
Die Autorin Rebekka Eder hat mit ihrem flüssigen Schreibstil einen spannenden und authentischen Roman geschrieben, den ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung