Krieg am Gartenzaun

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clara_fall Avatar

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Kea möchte sich ein Stück ihrer Kindheit bewahren und die Apfelsorte wiederbeleben, die sie aus dieser Zeit kennt und mit Erinnerungen an ihre Mutter verbindet. Die Arbeit dafür findet in einem versteckten Gebiet des großen Vollhöfnerhofes statt und bringt ihr die Bekanntschaft mit Kristen Focke, der als Knecht auf dem benachbarten Grundstück arbeitet, deren Grenze aber nicht überschritten werden darf. Hinzu kommt, dass beide Vollhöfnerfamilien verfeindet sein. Jede der Familien hütet Geheimnisse voreinander, die sie im Verlauf der Zeit als gegenseitiges Druckmittel einsetzen und Kea in große Bedrängnis bringen werden.
Das Buch beginnt recht belanglos, die Sprache ähnelt teilweise seichten Romanheftchen und ich war deshalb versucht, den Roman vorzeitig abzubrechen. Doch nach dem ersten Drittel nimmt die Erzählung Fahrt auf und es entsteht eine gewisse Spannung. Die Schilderung der Cholera-Epidemie kommt hinzu und lässt diese Geschichtsepoche vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig werden. Manchmal waren die Zufälle zu viel des Guten und machen vieles vorhersehbar.
Insgesamt ein gut gemeintes Buch, manchmal zu seicht, dann wieder etwas übertrieben - hätte ein stimmigeres Werk von der Autorin erwartet. Den 2. Teil werde ich sicher lesen. Das Cover springt sofort ins Auge.