Liebe und Cholera

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anna67 Avatar

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Die Handlung spielt in Finkenwerder und dreht sich um Kea, die versucht, den Apfelbaum ihrer verstorbenen Mutter in einem geheimen Garten nachzuzüchten. Dort lernt sie den Knecht Kristen kennen, mit dem sich eine unerlaubte Liebesbeziehung entwickelt. Auf der anderen Seite stehen die wohlhabenden Obstbauern, die zahlreiche Häuslinge beschäftigen – ein Begriff, den ich zuvor noch nicht kannte.

Mir hat der Roman insgesamt gut gefallen. Besonders interessant fand ich die detaillierten Beschreibungen der Cholera, die zu dieser Zeit in Hamburg stark verbreitet war. An einigen Stellen hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Handlung etwas in die Länge zieht.

Auch die Figur Rosa und ihre Scheinschwangerschaft fand ich interessant. Inhaltlich ist die Geschichte allerdings nicht besonders neu. Romane über unerlaubte Liebe oder Frauen, die sich nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entsprechend verloben möchten, gibt es bereits viele. Trotzdem hat mir die Umsetzung gefallen.

Der Roman ist so angelegt, dass ein zweit Band nötig erscheint- Das Ende war immer aber zu offen und das hat mir nicht gefallen.