Wirklich tolles Buch! Ich kann es kaum erwarten, bis Teil 2 draußen ist!

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ladame Avatar

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Während ich selbst gemütlich in meinem eigenen Garten saß, bin ich mit dem Buch ins Jahr 1892 und nach Finkenwerder gereist.

Kea lebt mit ihrer Familie auf der Elbinsel und findet seit dem Tod ihrer Mutter Trost im alten Apfelgarten. Dort verfolgt sie ihren großen Traum, eine ganz besondere Apfelsorte zu züchten. Als endlich ein vielversprechender Sämling wächst, befindet er sich ausgerechnet auf der anderen Seite der Grenze und damit auf dem Grundstück der verfeindeten Nachbarsfamilie.

Als Kea sich trotzdem dorthin wagt, wird sie von Kristen, dem Knecht der Rentfelds, erwischt. Eigentlich könnte diese Begegnung für Kea das Ende ihres Apfelprojekts bedeuten. Stattdessen beginnt daraus eine Liebesgeschichte, die eigentlich keine Zukunft haben dürfte. Denn ihre Familien sind verfeindet und auch gesellschaftlich trennen die beiden Welten.

Gleichzeitig spitzt sich die Situation in Hamburg durch den Ausbruch der Cholera immer weiter zu. Die Grenze zwischen Hamburg und Preußen wird unpassierbar und Kea muss sich entscheiden, wie weit sie bereit ist zu gehen, um Kristen wiederzusehen.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Romans. Ich konnte mir Finkenwerder und den Apfelgarten sehr gut vorstellen und fand es spannend, mehr über das Leben in dieser Zeit zu erfahren. Auch der historische Hintergrund rund um die Cholera und die damalige Grenze zwischen Hamburg und Preußen wurde schön in die Geschichte eingebunden.

Kea ist eine starke Protagonistin, die ihren eigenen Weg gehen möchte und dabei immer wieder vor schwierigen Entscheidungen steht. Ihre Leidenschaft für die Apfelzucht fand ich dabei besonders schön, weil sie der Geschichte etwas Eigenes gibt und nicht nur die Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht.

„Der geheime Apfelgarten“ war für mich eine schöne Mischung aus historischem Roman, Familiengeschichte und Liebesgeschichte. Ich mochte die besondere Atmosphäre und die Verbindung zu Finkenwerder sehr gerne. Für mich war es eine schöne Reise in eine vergangene Zeit und ein Buch, das sich wunderbar an einem sonnigen Nachmittag im eigenen Garten lesen lässt.