Zwischen Apfelbäumen und alten Konflikten!
„Der geheime Apfelgarten“ entführt ins Finkenwerder des späten 19. Jahrhunderts und verbindet eine Liebesgeschichte mit historischen Ereignissen, familiären Konflikten und dem besonderen Setting zwischen Hamburg und Preußen. Gerade die ungewöhnliche Grenzsituation auf der Insel fand ich interessant und gut in die Handlung eingebunden.
Kea ist eine eigenwillige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach in die Rolle fügen möchte, die ihre Familie für sie vorgesehen hat. Ihr Wunsch, den alten Apfelgarten ihrer verstorbenen Mutter wieder zum Leben zu erwecken, bildet einen schönen roten Faden. Durch den Knecht Kristen entsteht zudem eine Liebesgeschichte, die aufgrund der gesellschaftlichen Unterschiede und der familiären Feindschaft von Anfang an unter keinem besonders guten Stern steht.
Besonders gelungen fand ich den historischen Hintergrund. Die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten werden ebenso thematisiert wie die damaligen Vorstellungen vom Leben und den Möglichkeiten von Frauen. Sehr eindrücklich wird außerdem die Choleraepidemie von 1892 beschrieben. Hier bekommt die Geschichte deutlich mehr Dramatik und die Auswirkungen auf die Bevölkerung werden greifbar und stellenweise bedrückend dargestellt.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch einige Längen. Gerade zu Beginn kam die Handlung nur langsam in Gang und manche familiären Konflikte und Gespräche haben sich für meinen Geschmack etwas gezogen. Dadurch fiel mir der Einstieg nicht ganz leicht. Auch bei den Figuren dauerte es eine Weile, bis ich wirklich eine Verbindung zu ihnen aufgebaut hatte. Kea konnte mich dabei noch am ehesten für sich gewinnen, während andere Charaktere eher auf Distanz blieben.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte jedoch zunehmend spannender und die verschiedenen Handlungsstränge greifen besser ineinander. Einige Wendungen sorgen dafür, dass man schließlich doch wissen möchte, wie sich die Konflikte entwickeln und was hinter den verschiedenen Familiengeheimnissen steckt.
Der bildhafte und flüssige Schreibstil passt sehr gut zum historischen Setting und vermittelt die Atmosphäre von Finkenwerder anschaulich. Auch das wunderschön gestaltete Cover und die Darstellung der damaligen Grenzverhältnisse im Buch sind schöne Details.
Insgesamt hat mich „Der geheime Apfelgarten“ nicht durchgehend überzeugt, konnte mich aber besonders mit seinem historischen Hintergrund, dem ungewöhnlichen Schauplatz und der Entwicklung im späteren Verlauf gut unterhalten. Da am Ende einige Fragen offenbleiben, bin ich trotz der anfänglichen Längen neugierig, wie die Geschichte im zweiten Band weitergeht.
Kea ist eine eigenwillige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach in die Rolle fügen möchte, die ihre Familie für sie vorgesehen hat. Ihr Wunsch, den alten Apfelgarten ihrer verstorbenen Mutter wieder zum Leben zu erwecken, bildet einen schönen roten Faden. Durch den Knecht Kristen entsteht zudem eine Liebesgeschichte, die aufgrund der gesellschaftlichen Unterschiede und der familiären Feindschaft von Anfang an unter keinem besonders guten Stern steht.
Besonders gelungen fand ich den historischen Hintergrund. Die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten werden ebenso thematisiert wie die damaligen Vorstellungen vom Leben und den Möglichkeiten von Frauen. Sehr eindrücklich wird außerdem die Choleraepidemie von 1892 beschrieben. Hier bekommt die Geschichte deutlich mehr Dramatik und die Auswirkungen auf die Bevölkerung werden greifbar und stellenweise bedrückend dargestellt.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch einige Längen. Gerade zu Beginn kam die Handlung nur langsam in Gang und manche familiären Konflikte und Gespräche haben sich für meinen Geschmack etwas gezogen. Dadurch fiel mir der Einstieg nicht ganz leicht. Auch bei den Figuren dauerte es eine Weile, bis ich wirklich eine Verbindung zu ihnen aufgebaut hatte. Kea konnte mich dabei noch am ehesten für sich gewinnen, während andere Charaktere eher auf Distanz blieben.
Im weiteren Verlauf wird die Geschichte jedoch zunehmend spannender und die verschiedenen Handlungsstränge greifen besser ineinander. Einige Wendungen sorgen dafür, dass man schließlich doch wissen möchte, wie sich die Konflikte entwickeln und was hinter den verschiedenen Familiengeheimnissen steckt.
Der bildhafte und flüssige Schreibstil passt sehr gut zum historischen Setting und vermittelt die Atmosphäre von Finkenwerder anschaulich. Auch das wunderschön gestaltete Cover und die Darstellung der damaligen Grenzverhältnisse im Buch sind schöne Details.
Insgesamt hat mich „Der geheime Apfelgarten“ nicht durchgehend überzeugt, konnte mich aber besonders mit seinem historischen Hintergrund, dem ungewöhnlichen Schauplatz und der Entwicklung im späteren Verlauf gut unterhalten. Da am Ende einige Fragen offenbleiben, bin ich trotz der anfänglichen Längen neugierig, wie die Geschichte im zweiten Band weitergeht.