Verlust und neue Hoffnung

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nayezi Avatar

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Die Leseprobe von "Der Gesang der See" zeichnet von Beginn an atmosphärisch, die dichte Küstenwelt. Schon der Beginn am schwarzen Felsen in der Mulevika zieht in das Geschehen hinein: Wind, Meer und Kälte werden so plastisch beschrieben, dass sie fast schon selbst zu spüren meint. Der Schreibstil ist bildhaft und emotional, dabei aber noch ruhig. Interessant ist dabei, wie das Meer zum Spiegel von Kristianes innerem Zustand wird.

Der Verlust von Anders, die Beerdigungsszene und die Geburt von Kristianes Sohn verleihen der Leseprobe eine große Emotionalität: Zwischen Trauer und neuer Hoffnung entsteht eine leise Spannung: Man möchte weiterlesen, um zu erfahren, welchen Weg Kristiane einschlagen wird, und welche Rolle das „Singen“ der See dabei noch spielen wird.