atmosphärisch erzählter Roman

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cybergirl Avatar

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Klappentext:
Auf der kleinen Fischer-Insel an der norwegischen Westküste ist das Leben hart, die Natur überwältigend. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, den seit Generationen besetzten Lotsenposten in der Familie zu halten. Als Frau darf sie die Schiffe in den Schären nicht selbst geleiten. Doch als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, steht die schwangere Kristiane allein da mit Mutter und Schwester; man will ihnen das Lotsenmandat entziehen. Auf der Suche nach jemandem, der ihnen eine Zukunft gewähren kann, gerät sie in tiefen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.

„Der Gesang der See“ ist der erste Roman der Autorin Trude Teige und wurde jetzt endlich auch in Deutschland veröffentlicht.
„Als Großmutter im Regen tanzte“ und „Und Großvater atmete mit den Wellen“ haben mir gut gefallen, jetzt war ich auf das frühere Werk der Autorin gespannt.

Die Autorin vermittelt den Leser*innen das raue Leben auf der norwegischen Insel sehr anschaulich.
Seit Generationen besetzt die Familie von Kristiane den Lotsenposten und auch von ihr wird erwartet die Tradition fortzuführen. Da Kristiane eine Frau ist darf sie selbst keine Schiffe durch die Schären lotsen. Das bedeutet, sie muss einen Mann heiraten, der diese Arbeit übernimmt.

Trude Teige beschreibt den Handlungsort sehr anschaulich. Die raue und lebendige Natur der Küste wird gut vermittelt.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und sympathisch.
Kristiane war mir schnell sympathisch. Sie versucht sich in einer Männerwelt zu behaupten.

Der Schreibstil von Trude Teige ist flüssig, gut verständlich und atmosphärisch.

Wie schon mit „Als Großmutter im Regen tanzte“ und „Und Großvater atmete mit den Wellen“ hat mich Trude Teige auch mit diesem Buch wieder begeistert.