der erste Roman der Autorin

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„Der Gesang der See“von Trude Teige, erschienen im @sfischerverlage ,ist das erste Buch der Autorin und erzählt abgewandelt das Leben ihrer Ururgroßmutter Gertrud, die im 19. Jahrhundert auf der Insel auf der sie lebte nur „die Chefin“ genannt wurde. Sie war viermal verheiratet und drei ihrer Ehemänner kamen ums Leben.

Die Heldin dieser Geschichte heißt Kristiane und ist für die Zeit in der dieses Buch spielt , schon eine sehr selbstbewusste und selbstbestimmte Frau. Sie verliert ihre Eltern und ihren Mann sehr früh, der ein Lotse auf der Insel war, ein sehr angesehener Beruf. Kristiane bleibt mit ihrem Sohn allein und muss sich gegen die Männerwelt zur Wehr setzen, die ihr die Lotsenplakette streitig machen will. Sie aber setzt sich durch, heiratet noch ein zweites Mal,erlebt eine leidenschaftliche Affäre ,wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau und sticht mit ihrem Verhalten stark aus dem engen Korsett der Dorfgemeinschaft heraus.

Trude Teige kann einfach schreiben. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe das Leben von Kristiane sehr gern verfolgt.Die Autorin erzählt das damalige Leben in Norwegen sehr anschaulich, auch die Schilderungen der Dorfgemeinschaft haben mir gefallen und mich häufig schmunzeln lassen.
Die Autorin beschreibt, dass sie selbst auf einer kleinen Insel an der Westküste Norwegens in traditionell patriarchalischem Umfeld großgeworden ist. Wie müssen ihr die Schilderungen ihrer Tante über ihre ihrer Zeit weit voraus denkenden und lebenden Ururgroßmutter gefallen haben. Ich finde jedenfalls, dass diese Bewunderung in diesem Buch zum Tragen kommt.

Sehr empfehlenswerte Lektüre.