Nicht ganz mein Fall

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
liesdochmaleinbuch Avatar

Von

Ich bin ja großer Fan von den Büchern der Autorin, aber bei diesem hier bin ich mir zum ersten Mal unsicher, ob es mir wirklich gefallen hat. Die Story beginnt gefühlt mittendrin, was aber auch an Klappentext liegen kann, auf jeden Fall bin ich irgendwie nicht gut reingekommen.

Die Rolle der Frau, wir sie hier beschrieben wird, ist natürlich mal wieder absolut unterirdisch. Vielleicht hat mich die Geschichte da einfach auch auf dem falschen Fuß erwischt. Die Geschichte entwickelt sich auch sehr temporeich, was für mich so ein bisschen den Vibe gekillt hat.

Was mir aber gut gefallen hat waren wieder die szenischen, atmosphärischen Beschreibungen des Lebens auf dem Hof, des wilden Lebens auf und um die See und der kleinkarierten Regeln des Alltags. Die kleine Gemeinschaft ist eine Welt für sich, in der nicht immer alles rosig ist und die alltäglichen Probleme der Familien zum allgemeinen Dorfklatsch werden.

Obwohl ich Kristiane als Protagonistin mochte, fehlte mir hier bei allem so ein bisschen die Tiefe. Kristiane macht unterm Strich halt wie ihr beliebt und kommt damit ganz gut durch, bekommt halt immer nur mal die Spitzen der anderen Dorfbewohner zu spüren.

Die gesamte Geschichte hat irgendwie zu wenig Reibung und auch das Ende ist irgendwie weichgespült. Hat sich schön und leicht lesen lassen, keine Frage, aber so richtig erreicht oder berührt hats mich dieses Mal nicht