Unsympathische Protagonistin und unbefriedigendes Ende
Ich lasse direkt am Anfang einmal die Katze aus dem Sack: Leider hat mich „Gesang der See“ nicht überzeugen können, daher vergebe ich 2/5 Sternen. Das ist verdammt schade, weil Trude Teige es definitiv versteht, das Leben der Fischer und Lotsen auf den norwegischen Inseln atmosphärisch dicht zu beschreiben. Es hat mir Freude bereitet, immer mehr darüber zu erfahren, wie das Leben der Fischer im Wechsel der Jahreszeiten verläuft und wie die dörflichen Sitten und Bräuche waren. Was mich hingegen massiv gestört hat war
- Kristiane als Protagonistin ist mir durch und durch unsympathisch gewesen. Das liegt nicht daran, dass sie eine Frau ist, die aufbegehrt, aktiv und stur ist (das war interessant!), sondern weil ich ihre Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte. Ständig habe ich mich gefragt: Warum machst du das? Sogar Nebenfiguren wie Lars, die nicht so handlungstragend sind, waren mir dadurch viel näher, weil ich sie immerhin nachempfinden konnte. Dies liegt vor allem für mich am nächsten Punkt.
- Der Allwissende Erzähler, der es mir so schwer gemacht hat, eine emotionale Verbindung zu vielen Figuren aufzubauen. Alles bleibt distanziert, auf Abstand, in nichts will ich mich so richtig einfühlen. Dazu kommt noch, dass es ständig zeitliche Sprünge gibt, durch die zwar die vorbeiziehenden Jahre abgebildet werden, gleichzeitig bin ich aber nie wirklich bei Kristiane gewesen, da alles im Schnelldurchlauf passiert. Weil der Erzähler eh die meiste Zeit Kristiane im Fokus hat, hätte es den allwissenden Erzähler nicht mal unbedingt gebraucht. Wie sehr hätte ich mir abwechselnde Kapitel aus der Sicht von Lars und Kristiane gewünscht. So bleibe ich unbeteiligter Zuschauer, kann nicht mitfühlen, und die Story zieht an mir vorbei, ohne dass sie Spuren hinterlässt. So schade!
- Das Ende. Das Buch ist von 2002, war also ursprünglich wohl als einzelner Roman gedacht, endet aber mit dem größten Cliffhanger der Story, was ich für den sich aufbauenden Spannungsbogen im Verlauf des Buches für den reinsten Betrug am Leser halte. Anscheinend gibt es jetzt einen Folgeroman, in dem die Geschichte fortgeführt wird. Leider ohne mich.
- Kristiane als Protagonistin ist mir durch und durch unsympathisch gewesen. Das liegt nicht daran, dass sie eine Frau ist, die aufbegehrt, aktiv und stur ist (das war interessant!), sondern weil ich ihre Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte. Ständig habe ich mich gefragt: Warum machst du das? Sogar Nebenfiguren wie Lars, die nicht so handlungstragend sind, waren mir dadurch viel näher, weil ich sie immerhin nachempfinden konnte. Dies liegt vor allem für mich am nächsten Punkt.
- Der Allwissende Erzähler, der es mir so schwer gemacht hat, eine emotionale Verbindung zu vielen Figuren aufzubauen. Alles bleibt distanziert, auf Abstand, in nichts will ich mich so richtig einfühlen. Dazu kommt noch, dass es ständig zeitliche Sprünge gibt, durch die zwar die vorbeiziehenden Jahre abgebildet werden, gleichzeitig bin ich aber nie wirklich bei Kristiane gewesen, da alles im Schnelldurchlauf passiert. Weil der Erzähler eh die meiste Zeit Kristiane im Fokus hat, hätte es den allwissenden Erzähler nicht mal unbedingt gebraucht. Wie sehr hätte ich mir abwechselnde Kapitel aus der Sicht von Lars und Kristiane gewünscht. So bleibe ich unbeteiligter Zuschauer, kann nicht mitfühlen, und die Story zieht an mir vorbei, ohne dass sie Spuren hinterlässt. So schade!
- Das Ende. Das Buch ist von 2002, war also ursprünglich wohl als einzelner Roman gedacht, endet aber mit dem größten Cliffhanger der Story, was ich für den sich aufbauenden Spannungsbogen im Verlauf des Buches für den reinsten Betrug am Leser halte. Anscheinend gibt es jetzt einen Folgeroman, in dem die Geschichte fortgeführt wird. Leider ohne mich.