Absolut lesenswert!
Ein Kind verschwindet im Wald … und Jahrzehnte später öffnet sich dieselbe Wunde erneut. 🌲✨
Kannst du das Schweigen der Bäume ertragen? Kannst du die Angst fühlen, die zwischen den Stämmen lauert, und die Geheimnisse hören, die der Wald niemals preisgibt?
„Der Gott des Waldes“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Liz Moore erschafft eine Atmosphäre, die so dicht, so lebendig und so greifbar ist, dass man sich fühlt, als würde man selbst durch das Sommercamp in den Adirondacks streifen. Man riecht den Kiefernduft in der warmen Sommerluft, hört das Knistern des Lagerfeuers in der Nacht, das Zirpen der Grillen und das leise Knacken der Äste im Dunkeln. 🌌🔥
Der Wald ist nicht nur Kulisse – er ist ein stiller Beobachter, ein Hüter der Geheimnisse und manchmal sogar ein bedrohlicher Gegner.
Die Geschichte ist von Beginn an spannend und zugleich völlig unvorhersehbar. Ein verschwundenes Kind, Jahrzehnte alte Familiengeheimnisse, verdrängte Schuld und ein Netz aus Macht, Privilegien und Abhängigkeiten, das sich immer enger zuzieht. Seite für Seite wächst das Gefühl, dass hier nichts so ist, wie es scheint – und dass die Vergangenheit niemals wirklich begraben bleibt.
Besonders stark fand ich die Figurenzeichnung. Jede einzelne Figur wirkt greifbar, verletzlich und zutiefst menschlich. Niemand ist nur gut oder böse – alle tragen ihre Widersprüche, ihre Fehler und ihre Narben mit sich.
Allen voran Judy, die Ermittlerin, die für mich das emotionale Herzstück des Romans ist. Eine Frau, die sich in den 70er-Jahren in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss, die ständig unterschätzt wird und dennoch unbeirrt ihren Weg geht. ✊👩 Ihre Entschlossenheit, ihr Mut und ihre innere Zerrissenheit machen sie zu einer Figur, die man nicht mehr vergisst.
Auch die Kulisse – ein abgelegenes Camp tief in den Bergen – ist so realistisch beschrieben, dass sie fast selbst zur Hauptfigur wird. Der Wald atmet, beobachtet, schweigt und bewahrt Erinnerungen, die besser verborgen geblieben wären. Man spürt förmlich die Einsamkeit, die Bedrohung, aber auch die Schönheit dieser abgeschiedenen Welt.
Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen:
👉 stellenweise etwas langatmig
👉 die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel können manchmal verwirrend sein
Doch gerade diese Brüche machen die Geschichte so intensiv. Man muss sich darauf einlassen, sich fallen lassen – wie in einen dunklen See, ohne sofort den Grund zu sehen. Und genau dieses Gefühl der Orientierungslosigkeit passt perfekt zur Geschichte, zu den Rätseln, zu den offenen Wunden der Vergangenheit.
Was mich besonders beeindruckt hat: Der Stil der damaligen Zeit ist unglaublich glaubwürdig eingefangen. Die gesellschaftlichen Rollenbilder, die Einschränkungen für Frauen, die unterschwellige Geringschätzung – all das wird eindringlich spürbar gemacht. Man erkennt, wie viel Mut es damals brauchte, gegen Erwartungen anzuschwimmen und sich nicht in vorgegebene Muster pressen zu lassen.
Mein Fazit:
„Der Gott des Waldes“ ist ein atmosphärischer, spannender und emotionaler Roman, der lange nachwirkt. Für mich eines der absoluten Jahreshighlights 2025. Ein Buch, das unter die Haut geht, im Kopf bleibt und das man nicht so schnell vergisst.
🌲✨ Absolut lesenswert!
Kannst du das Schweigen der Bäume ertragen? Kannst du die Angst fühlen, die zwischen den Stämmen lauert, und die Geheimnisse hören, die der Wald niemals preisgibt?
„Der Gott des Waldes“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Liz Moore erschafft eine Atmosphäre, die so dicht, so lebendig und so greifbar ist, dass man sich fühlt, als würde man selbst durch das Sommercamp in den Adirondacks streifen. Man riecht den Kiefernduft in der warmen Sommerluft, hört das Knistern des Lagerfeuers in der Nacht, das Zirpen der Grillen und das leise Knacken der Äste im Dunkeln. 🌌🔥
Der Wald ist nicht nur Kulisse – er ist ein stiller Beobachter, ein Hüter der Geheimnisse und manchmal sogar ein bedrohlicher Gegner.
Die Geschichte ist von Beginn an spannend und zugleich völlig unvorhersehbar. Ein verschwundenes Kind, Jahrzehnte alte Familiengeheimnisse, verdrängte Schuld und ein Netz aus Macht, Privilegien und Abhängigkeiten, das sich immer enger zuzieht. Seite für Seite wächst das Gefühl, dass hier nichts so ist, wie es scheint – und dass die Vergangenheit niemals wirklich begraben bleibt.
Besonders stark fand ich die Figurenzeichnung. Jede einzelne Figur wirkt greifbar, verletzlich und zutiefst menschlich. Niemand ist nur gut oder böse – alle tragen ihre Widersprüche, ihre Fehler und ihre Narben mit sich.
Allen voran Judy, die Ermittlerin, die für mich das emotionale Herzstück des Romans ist. Eine Frau, die sich in den 70er-Jahren in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss, die ständig unterschätzt wird und dennoch unbeirrt ihren Weg geht. ✊👩 Ihre Entschlossenheit, ihr Mut und ihre innere Zerrissenheit machen sie zu einer Figur, die man nicht mehr vergisst.
Auch die Kulisse – ein abgelegenes Camp tief in den Bergen – ist so realistisch beschrieben, dass sie fast selbst zur Hauptfigur wird. Der Wald atmet, beobachtet, schweigt und bewahrt Erinnerungen, die besser verborgen geblieben wären. Man spürt förmlich die Einsamkeit, die Bedrohung, aber auch die Schönheit dieser abgeschiedenen Welt.
Natürlich hat das Buch auch seine Schwächen:
👉 stellenweise etwas langatmig
👉 die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel können manchmal verwirrend sein
Doch gerade diese Brüche machen die Geschichte so intensiv. Man muss sich darauf einlassen, sich fallen lassen – wie in einen dunklen See, ohne sofort den Grund zu sehen. Und genau dieses Gefühl der Orientierungslosigkeit passt perfekt zur Geschichte, zu den Rätseln, zu den offenen Wunden der Vergangenheit.
Was mich besonders beeindruckt hat: Der Stil der damaligen Zeit ist unglaublich glaubwürdig eingefangen. Die gesellschaftlichen Rollenbilder, die Einschränkungen für Frauen, die unterschwellige Geringschätzung – all das wird eindringlich spürbar gemacht. Man erkennt, wie viel Mut es damals brauchte, gegen Erwartungen anzuschwimmen und sich nicht in vorgegebene Muster pressen zu lassen.
Mein Fazit:
„Der Gott des Waldes“ ist ein atmosphärischer, spannender und emotionaler Roman, der lange nachwirkt. Für mich eines der absoluten Jahreshighlights 2025. Ein Buch, das unter die Haut geht, im Kopf bleibt und das man nicht so schnell vergisst.
🌲✨ Absolut lesenswert!