Fängt harmlos an – aber man spürt sofort, dass da was ganz Übles lauert

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nini_testet Avatar

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Ich bin total neugierig auf das Buch, weil ich Der Kastanienmann vorher als Netflix-Serie gesehen habe – und die fand ich mega spannend. Seitdem hab ich mir vorgenommen, auch mal was direkt von dem Autor zu lesen. Und jetzt bei Der Kuckucksjunge war ich schon nach ein paar Seiten wieder voll drin in dieser düsteren, nordischen Stimmung, die ich so liebe.
Das Cover ist schon ein Hingucker – irgendwie unheimlich, aber trotzdem schlicht. Passt perfekt zu dem, was einen dann in der Leseprobe erwartet. Dieser Schulausflug wirkt erst total harmlos und fast idyllisch, aber ich hab sofort gemerkt: Da braut sich was zusammen. Das kann er halt richtig gut, dieser Sveistrup – erst ein bisschen Ruhe, und dann macht sich so ein Kribbeln breit, dass du weißt, gleich passiert irgendwas.
Der Schreibstil gefällt mir super. Nicht kompliziert, aber trotzdem so bildhaft, dass ich mich direkt im Schilf stehen sehe – Matsch, Mücken und alles was dazu gehört. Und die Kinder sind so typisch, wie Kinder eben sind: laut, neugierig, ein bisschen anstrengend. Und der junge Lehrer wirkt auch gleich sympathisch, so ein Gutmütiger, der eigentlich nur einen schönen Tag für die Kids möchte.
Und dann die Szene mit dem Kuckucksnest … da hab ich schon gedacht: Oha, jetzt wird’s unheimlich. Ich mag es total im Spannungsaufbau wenn sich so langsam ein unheimliches Gefühl breitmacht. Und das bekommt das Buch hier echt gut hin.
Ich erwarte auf jeden Fall, dass das Ganze noch richtig düster und spannend wird. Sveistrup kann Geschichten erzählen, bei denen man irgendwann nicht mehr aufhören kann. Genau sowas brauch ich, um meinem Alltag mal zu entkommen.

Ich würde das Buch definitiv weiterlesen. Die Leseprobe hat mich sofort gepackt, und wenn’s so wird wie beim Kastanienmann, dann hab ich wieder ein paar Abende, an denen ich nicht ins Bett komme, weil ich unbedingt weiterlesen muss.