Gefährliches Stalking

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enzian Avatar

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Im Prolog lernt der Leser eine Schülergruppe auf Klassenfahrt kennen. Dabei kommt es zu beunruhigenden Ereignissen. Jahre später wird in Kopenhagen die geschiedene Mutter Silje Thomsen vermisst. Vor ihrem Verschwinden hat sie verstörende Abzählreime auf ihrem Handy erhalten. Die letzte Nachricht lautete Hab dich. Die Kommissarin Naia Thulin  übernimmt die Ermittlungen und erinnert sich an den Fall einer 19-jährige Schülerin, die vor ihrer Ermordung dieselbe Botschaft erhielt. Naia arbeitet in der Folge erneut mit Mark Hess zusammen. Die beiden Ermittler werden bald mit neuen Leichen konfrontiert sowie derselben letzten Nachricht Hab dich.

Allein das düster gestaltete Cover weckt Beklemmung und macht gleichzeitig neugierig auf den Inhalt des Thrillers.
Es handelt sich vorliegend um den ersten Thriller, den ich von Søren Sveistrup gelesen habe. Der Autor versteht es, von der ersten Seite an Spannung zu erzeugen. Alleine die beängstigenden Geschehnisse auf der Klassenfahrt sowie die Mitteilungen auf den Handys der späteren Opfer erzeugen Gänsehaut.
Der Leser hat das Gefühl, im Rahmen der schwierigen Ermittlungen Naia und Mark zu begleiten und ihnen über die Schulter zu schauen. Auch das Privatleben der beiden Ermittler kommt nicht zu kurz, ohne einen zu breiten Rahmen einzunehmen.
Die weiteren Figuren des Thrillers hat der Autor vielschichtig gezeigt. Er überzeugt durch eine düstere Stimmung und atemberaubende Wendungen. Wenn man glaubt, denn Täter zu kennen, ergeben sich wieder andere Verdachtsmomente. Das Ende hat sich dann völlig überraschend gestaltet. Völlig überzeugen konnte mich „Der Kuckucksjunge“ jedoch nicht. Ich vergebe für das Buch vier Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.