Kein Entkommen

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flotteranton Avatar

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Der Prolog hat mich schon mitgenommen und Schauer über den Rücken laufen lassen. Der Ausflug mit Kindern aus einem Kinderheim, der voller Vorfreude begann endet in einer schrecklichen Katastrophe. Ich kann es nicht so gut ab, wenn Kindern etwas angetan wird und konnte mit den Kindern und Betreuern gut mitfühlen.

Nach dem Sprung in die Gegenwart bleibt bei mir ein gewisses Unbehagen. In der Luft schwebt ständig eine gewisse Bedrohung mit, die ich genau wie die Angst der Betroffenen fühlen kann. Ich stehe permanent unter Spannung und schaffe es kaum, das Buch aus der Hand zu legen. Mit den Ermittlern Neia Thulin und Mark Hess hetze ich durch Kopenhagen und Umgebung in der Hoffnung, das Opfer rechtzeitig befreien zu können. Bei jedem Gedankenblitz von ihnen hoffe ich auf den Durchbruch.

Beeinträchtigt wird die Ermittlungsarbeit nicht nur dadurch, dass der Täter keine Spuren hinterlässt, sondern auch von den privaten Problemen der Ermittler, die den Fokus zwischendurch verschieben. Ich mag es, wenn auch das Privatleben mit einbezogen wird, denn auch Kommissare sind nur Menschen.

Der Autor schafft es den früh aufgebauten Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Ständige Perspektivwechsel tragen auch dazu bei und lenken meine Vermutungen wiederholt in eine andere Richtung. Seine Charaktere fand ich sehr glaubwürdig in ihren Handlungen dargestellt.

Ein rasanter Thriller mit einer stets düsteren und bedrohlichen Atmosphäre, der mir sehr gut gefallen hat. Und ich möchte unbedingt mehr von Sören Sveistrup lesen.