Spannende Geschichte
„Der Kuckucksjunge“ von Søren Sveistrup ist der zweite Fall für die Ermittler Naia Thulin und Mark Hess, bekannt aus „Der Kastanienmann“. In Kopenhagen verschwindet die geschiedene Mutter Silje Thomsen spurlos, kurz nachdem sie eine unheimliche Nachricht auf ihrem Handy erhält: „Hab dich.“ Bald wird ihre Leiche gefunden, und der Fall erinnert Thulin an einen alten Mord mit derselben Botschaft. Gemeinsam mit einem neu gebildeten Ermittlerteam – und ausgerechnet mit ihrem früheren Partner Mark Hess – versucht sie, die Verbindung zwischen den Fällen aufzudecken.
Der Thriller klingt vom Klappentext her nach Hochspannung von der ersten Seite an, doch der Einstieg ist eher ruhig. Die ersten Kapitel ziehen sich, und gerade wenn man erwartet, dass es gleich richtig losgeht, dauert es etwas, bis die Handlung in Fahrt kommt. Ab etwa der Mitte des Buches steigt die Spannung deutlich, und das letzte Drittel liest sich fast wie von selbst. Hier zeigt Sveistrup wieder sein Können, komplexe Handlungsstränge zusammenzuführen und clever aufzulösen.
Besonders gelungen sind die düstere Atmosphäre und die realistische Schilderung der Ermittlungsarbeit. Man spürt die Kälte des dänischen Winters und den Druck, unter dem die Ermittler stehen. Allerdings fiel es mir schwer, echte Sympathie für die Hauptfiguren zu entwickeln. Naia wirkt oft überheblich, Hess bleibt distanziert – das erschwert emotionales Mitfiebern.
Insgesamt ist „Der Kuckucksjunge“ ein spannender, gut geschriebener Thriller mit kleinen Längen am Anfang und einem harten, aber gelungenen Finale. Wer „Der Kastanienmann“ mochte, wird hier wieder auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es gute vier Sterne für eine packende zweite Hälfte und einen starken Plot.
Der Thriller klingt vom Klappentext her nach Hochspannung von der ersten Seite an, doch der Einstieg ist eher ruhig. Die ersten Kapitel ziehen sich, und gerade wenn man erwartet, dass es gleich richtig losgeht, dauert es etwas, bis die Handlung in Fahrt kommt. Ab etwa der Mitte des Buches steigt die Spannung deutlich, und das letzte Drittel liest sich fast wie von selbst. Hier zeigt Sveistrup wieder sein Können, komplexe Handlungsstränge zusammenzuführen und clever aufzulösen.
Besonders gelungen sind die düstere Atmosphäre und die realistische Schilderung der Ermittlungsarbeit. Man spürt die Kälte des dänischen Winters und den Druck, unter dem die Ermittler stehen. Allerdings fiel es mir schwer, echte Sympathie für die Hauptfiguren zu entwickeln. Naia wirkt oft überheblich, Hess bleibt distanziert – das erschwert emotionales Mitfiebern.
Insgesamt ist „Der Kuckucksjunge“ ein spannender, gut geschriebener Thriller mit kleinen Längen am Anfang und einem harten, aber gelungenen Finale. Wer „Der Kastanienmann“ mochte, wird hier wieder auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es gute vier Sterne für eine packende zweite Hälfte und einen starken Plot.