Eine nette Wohlfühlgeschichte, jedoch mit kleinen Längen

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fraupfeffertopf Avatar

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Der "Laden in der Mondlichtgasse" erzählt eine süße, ruhige Geschichte mit einer warmen, fast märchenhaften Atmosphäre und schönen Botschaften. Besonders gefallen hat mir die Grundidee: die geheimnisvolle Gasse hinter dem Schrein, die leicht entrückte, aus der Zeit gefallene Stimmung und die Beschreibung der verlassenen Geschäfte, die schließlich zu dem besonderen Laden mit den Laternen führen. Diese Elemente schaffen eine träumerische Kulisse, in die man gern eintaucht. Besonders liebevoll umgesetzt ist die Idee der japanischen Süßigkeiten, die individuell auf die Lage der jeweiligen Person zugeschnitten sind und den Geschichten eine persönliche Note verleihen.
Allerdings stellte sich bei mir mit der dritten Geschichte ein gewisses Gefühl der Wiederholung ein. Der Ablauf folgt einem ähnlichen Muster: Die Gasse wird entdeckt, das geheimnisvolle Ambiente beschrieben und am Ende wartet die verlockende Confisérie. Diese Struktur verliert mit der Zeit etwas an Reiz, da Überraschungsmomente ausbleiben.

Was ich mir außerdem gewünscht hätte, wären mehr Einblicke in die Perspektive des Fuchses Kogetsu gewesen. Seine Rolle bleibt lange im Hintergrund, um die Spannung rund um seine Absichten zu bewahren. Gleichzeitig hätte eine frühere oder häufigere Perspektivverschiebung für mehr Abwechslung gesorgt. Umso mehr hat mir dann das letzte Kapitel gefallen, in dem genau dieser Einblick endlich gewährt wird. Hier gewinnt die Geschichte noch einmal auf emotionaler Ebene und schafft einen runden Abschluss.

Insgesamt ist "Der Laden in der Mondlichtgasse" eine angenehme Wohlfühllektüre für zwischendurch – eine Sammlung ruhiger, herzerwärmender Mini-Geschichten mit einem Hauch Magie, auch wenn sie sich stellenweise etwas zu sehr wiederholen.