Leben am Ende der Welt

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bema_pe25 Avatar

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Wow .... was Michael Pedersen hier schreibt und beschreibt lässt mich erwartungsvoll auf den Rest des Romans hoffen.

Ouse, ein junger Mann, der mit seinem Vater auf dem nördlichsten Leuchtturm der Shetlands, sogar des Königreichs, lebt, durchlebt eine Welt voller gemischter Gefühle, von Trauer, über Resignation, kleinen Freuden des Alltags bis hin zu: wo bin ich, wo stehe ich, wer bin ich und was will ich.
Mit seinem Freund RLS, eher imaginärer Freund Robert L Stevenson, spricht er über dessen Leben, sein Sein, über Erwartungen. Mit ihm ist er vertraut.

Ouse Vater ist der Leuchtturmwärter auf Muckle Flugga, auf diesem einsamen Posten, der nach dem Tod seiner Frau, den Jungen alleine großgezogen hat. Dessen Verhältnis seitdem allerdings eher schlechter als besser geworden ist. Jeder von beiden geht seinen Aufgaben nach, nur die Mahlzeiten nehmen sie noch zusammen ein.

Firth, ein Möchtegern was auch immer, ist mit sich und seinem Leben mehr als unzufrieden. Am liebsten möchte er diesem eine Ende setzen und steht auf einer Eisenbahnbrücke im Regen, hadert mit sich, stellt die Sinnfrage und zieht in Gedanken Bilanz seines bisherigen Lebens. Bis auf einmal ein gelbgrünlicher Vogel ihn streift und er sich an seine in jungen Jahren vorgenommene Mission erinnert, diesen Vogel, eine Bastölpel zu malen. Und wo könnte das besser geschehen als auf Muckle Flugga.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Schon beim Lesen des Klappentextes habe ich mich schon in diese Situation hineinversetzen können. Mir vorstellen können, auf so einer Insel zu verweilen, die (nicht vorhandene) Stille und Abgeschiedenheit zu erleben und in mich hinein zu horchen.
Der Schreibstil von Michael Pedersen hat mich angesprochen und neugierig gemacht auf das was da noch kommt. Ich bin gespannt auf die Geschichten, die der Autor uns hier noch erzählt.