Stürmische Poesie am Abgrund.

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fönbo Avatar

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Michael Pedersens "Der letzte Leuchtturm" ist ein literarisches Erlebnis, das sich wie eine salzige Brise direkt auf die Haut legt.

Die Sprache ist so gewaltig und eigenwillig, dass man sofort merkt, hier schreibt jemand mit einem ganz besonderen Blick für die Welt.

Tiefschürfend wird Trauer, Freundschaft und das raue Meer erkundet. Die Art und Weise, wie er die Einsamkeit des Leuchtturms beschreibt, lässt einen die Isolation fast körperlich spüren.

Der Rhythmus der Sätze plätschert sanft und dann schlägt er wieder wie eine Brandung zu.

Eine Geschichte, die zum Innehalten zwingt und die man definitiv nicht einfach nur so herunterliest.

Die Dynamik zwischen den Figuren wird nur angedeutet, wirkt aber bereits jetzt unglaublich vielschichtig und voller ungesagter Dinge.

Die Beschreibungen der Küstenlandschaft sind so lebendig.

Es ist ein hoffnungsvolles und gleichzeitig tief trauriges Stück Literatur.