Ein besonderer Debütroman

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the_bookaholic_dresden Avatar

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"Magisch, sagt der Vater aufgeregt, das war verdammt noch mal magisch. Mein ganzes Leben lang konnt ich keim von so was erzählen. Sogar bei der Mudder habbich mich zurückgehalden, sie war gnadenlos, wenn ich weich wurde. [...] Ich wünschte bloß, ich hätt mehr davon in mir. Und du etwas weniger."

Ein Debütroman der mich bewegt hat, der mich zweifeln lies, der mich abgeholt hat, aber der mich auch einfach stehen gelassen hat.

Es ist die Geschichte von drei Männern, auf einer der letzten nordlich gelegenen Insel Schottlands. Der Vater, der Sohn und der Gast. Alle drei Männer sind auf sich besonders und eigen.

Der Vater ist gewalttätig, einsam, liebevoll, verschlossen.
Ouse, der Sohn, ist jung, belesen, emotional, geliebt, besonders.
Firth, der Gast, ist dem selbstgewählten Tod entsprungen, liebevoll, hinterlistig, ängstlich.

Alle drei Männer leben zusammen, mal einsam mal zusammen, mal zerstritten, mal voller Freude. Einer bleibt für immer, zwei gehen.

Ein Roman der auf seine Weise besonders ist, der nachhallen wird und den ich empfehlen kann.

Danke an vorablesen und dumont für das Rezensionsexemplar. Und ein großes Dankeschön an Michael Pedersen, dass ich auf die Reise nach Schottland mitkommen konnte.