Ein sehr bewegender Roman!

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gedankenlabor Avatar

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„Der letzte Leuchtturm“ von Michael Pedersen hat mich auf eine ganz leise, aber eindringliche Weise wirklich sehr berührt. Die raue und abgelegene Kulisse von Muckle Flugga wird meinem Empfinden nach so lebendig beschrieben, dass man den Wind und die Einsamkeit förmlich spüren kann. Besonders Ouse ist eine außergewöhnliche Figur, wie ich finde. Er ist sensibel, kreativ und auf seine eigene Weise mit der Welt verbunden, sei es durch seine farbenfrohen Strickarbeiten oder die Gespräche mit dem Geist Robert Louis Stevensons. Die Geschichte lebt meiner Meinung nach von starken Gegensätzen und zwar der harte, kontrollierende Vater, die stille Sehnsucht nach Freiheit und Zugehörigkeit und die Begegnung mit Firth, der selbst auf der Suche ist und in Ouse etwas ganz Besonderes erkennt. Dieses feinfühlige Tauziehen um Ouses Zukunft hat mich emotional sehr bewegt. Michael Pedersen erzählt poetisch und zugleich klar von Verlust, Freundschaft und der schwierigen Frage, ob man seine Wurzeln hinter sich lassen muss um sich selbst zu finden. Ein stilles aber unglaublich besonderes Buch, das für mich persönlich noch lange nachklingen wird.