Es hat mich komplett berührt!

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sophie.istel Avatar

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Der letzte Leuchtturm ist eines dieser Bücher, die nicht laut sein müssen, um lange nachzuhallen. Michael Pedersen erzählt mit einer ruhigen, fast poetischen Sprache von Verlust, Erinnerung und dem Versuch, im Alleinsein trotzdem Halt zu finden.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl von einer Mischung aus Melancholie und Wärme. Die Figuren wirken zerbrechlich, aber nie schwach, und gerade in den stillen Momenten liegt unglaublich viel Gefühl. Es ist kein Buch, das einen mitreißt, sondern eines, das einen langsam umschließt. Am Ende war ich fast traurig, aus dieser Bubble wieder rauszumüssen und nicht weiter dort zu verweilen.

Manchmal hätte ich mir allerdings etwas mehr Tempo oder klare Entwicklung gewünscht, weil sich einige Passagen ein wenig ziehen. Aber vielleicht ist genau das auch Teil seines Charmes. Das lange Innehalten und Verweilen.

Ich kann das Buch weiter empfehlen für alle die eine ruhige, gleichzeitig aber auch emotionale Storyline suchen, die einen mitnimmt ohne große Action zu bieten.