Leben am Ende der Welt – aber die Welt ist nicht zu Ende
Gespannt auf das, was nach Klappentext und Leseprobe kommt, habe ich mich mit der gut gestalteten Hardcover-Ausgabe auf den Weg gemacht. Auf einen Weg, der mir einiges abverlangt hat.
Muckle Flugga ist die nördlichste bewohnte Insel der Shetland Inseln, sogar des Königreichs. Abgelegener geht nicht. Schiffe aus Richtung Norden biegen hier entweder nach links in die Nordsee oder nach rechts in den Atlantik ab. Wenig Vegetation, viele Vögel, sehr viel Stein und Fels. Und ein Leuchtturm.
Ouse, ein junger Mann, der mit seinem Vater auf Muckle Flugga lebt, durchlebt eine Welt voller gemischter Gefühle, von Trauer, über Resignation, kleinen Freuden des Alltags bis hin zu: wo bin ich, wo stehe ich, wer bin ich und was will ich. Ouse ist eher introvertiert, hat ein Faible für die Kunst und die Romantik und ist sehr gefühlsbetont. Er denkt viel über den Sinn des Lebens nach und hat seine Sicht auf die Welt.
Mit seinem Freund RLS, sein imaginärer Freund Robert L Stevenson, spricht er über dessen Leben, sein Sein, über Erwartungen, aber auch über seine Gedanken. Mit ihm ist er vertraut.
Ouse Vater ist der Leuchtturmwärter auf Muckle Flugga, auf diesem einsamen Posten, der nach dem Tod seiner Frau, den Jungen alleine großgezogen hat. Dessen Verhältnis seitdem allerdings eher schlechter als besser geworden ist. Jeder von beiden geht seinen Aufgaben nach, nur die Mahlzeiten nehmen sie noch zusammen ein. Ouse Vater ist cholerisch, gibt den Ton und die Richtung auf der Insel an, hat klare Vorstellungen was aus Ouse einmal werden soll, stört sich an allem was von außerhalb der Insel kommt und will am liebsten nicht gestört werden.
Firth, ein Möchtegern was auch immer, ist mit sich und seinem Leben mehr als unzufrieden. Am liebsten möchte er diesem eine Ende setzen und steht auf einer Eisenbahnbrücke im Regen, hadert mit sich, stellt die Sinnfrage und zieht in Gedanken Bilanz seines bisherigen Lebens. Bis auf einmal ein gelbgrünlicher Vogel ihn streift und er sich an seine in jungen Jahren vorgenommene Mission erinnert, diesen Vogel, eine Bastölpel zu malen. Und wo könnte das besser geschehen als auf Muckle Flugga.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Nachdem Firth auf der Leuchtturm-Insel angekommen ist, ist es Ouse, der sich seiner annimmt und ihm das Quartier, die Insel und das Wesentlichste zeigt. Der Leuchtturmwärter, der prinzipiell etwas gegen Besucher hat, aber auch auf diese zahlenden Gäste angewiesen ist, lässt sich mürrisch aber distanziert auf den Gast beim Kennenlern-Dinner am ersten Abend ein. Wohl auch, um ihn zu provozieren, ihm aufzuzeigen, wer auf der Insel das Sagen hat und was er hier zu erwarten hat und vielleicht sogar abzuschrecken.
Nach diesem ersten Abtasten, ist es an Ouse, der Firth an die Hand nimmt und ihm die schönen und weniger schönen Seiten der Insel zeigt. Die beiden kommen immer mehr ins Gespräch, tauschen sich mit ihren Gedanken, Gefühlen und philosophischen Ansichten aus. Dabei entwickelt sich immer mehr eine gewissen Vertrautheit und Anziehung.
Klappentext und Leseprobe hatten mich neugierig gemacht auf diese Geschichte, Erzählung. Ich war motiviert, mich auf diese Abgeschiedenheit und ihrer Begleiterscheinungen einzulassen. Leider hat das Buches meine Erwartungen nicht in dem Maße erfüllen können.
Insbesondere der Schreibstil von Michael Pedersen mit seinen teils sehr langen Sätzen, den merkwürdig geschriebenen Dialogen, insbesondere des Versuchs, die Dialoge des Vaters in einer eher schnoddrigen Art und Weise darzustellen, wie ich es eher aus dem plattdeutschen her kenne, haben dazu beigetragen, dass ich einige Passagen mehrfach lesen musste, um den Sinn und die Botschaft zu verstehen. Je fortgeschrittener das Buch, desto philosophischer die Gedanken und Gespräche. Leider nicht meins. Streckenweise ist das Buch dennoch gut geschrieben und es nimmt einen auch mit, aber eben nicht durchgehend.
Michael Pedersens Romandebüt ist in Anlehnung an seine bisherigen Werke sicher ein Versuch, sich eine weitere Leserschaft zu erschließen. Leider hat das bei mir nicht ganz funktioniert. Schade.
Muckle Flugga ist die nördlichste bewohnte Insel der Shetland Inseln, sogar des Königreichs. Abgelegener geht nicht. Schiffe aus Richtung Norden biegen hier entweder nach links in die Nordsee oder nach rechts in den Atlantik ab. Wenig Vegetation, viele Vögel, sehr viel Stein und Fels. Und ein Leuchtturm.
Ouse, ein junger Mann, der mit seinem Vater auf Muckle Flugga lebt, durchlebt eine Welt voller gemischter Gefühle, von Trauer, über Resignation, kleinen Freuden des Alltags bis hin zu: wo bin ich, wo stehe ich, wer bin ich und was will ich. Ouse ist eher introvertiert, hat ein Faible für die Kunst und die Romantik und ist sehr gefühlsbetont. Er denkt viel über den Sinn des Lebens nach und hat seine Sicht auf die Welt.
Mit seinem Freund RLS, sein imaginärer Freund Robert L Stevenson, spricht er über dessen Leben, sein Sein, über Erwartungen, aber auch über seine Gedanken. Mit ihm ist er vertraut.
Ouse Vater ist der Leuchtturmwärter auf Muckle Flugga, auf diesem einsamen Posten, der nach dem Tod seiner Frau, den Jungen alleine großgezogen hat. Dessen Verhältnis seitdem allerdings eher schlechter als besser geworden ist. Jeder von beiden geht seinen Aufgaben nach, nur die Mahlzeiten nehmen sie noch zusammen ein. Ouse Vater ist cholerisch, gibt den Ton und die Richtung auf der Insel an, hat klare Vorstellungen was aus Ouse einmal werden soll, stört sich an allem was von außerhalb der Insel kommt und will am liebsten nicht gestört werden.
Firth, ein Möchtegern was auch immer, ist mit sich und seinem Leben mehr als unzufrieden. Am liebsten möchte er diesem eine Ende setzen und steht auf einer Eisenbahnbrücke im Regen, hadert mit sich, stellt die Sinnfrage und zieht in Gedanken Bilanz seines bisherigen Lebens. Bis auf einmal ein gelbgrünlicher Vogel ihn streift und er sich an seine in jungen Jahren vorgenommene Mission erinnert, diesen Vogel, eine Bastölpel zu malen. Und wo könnte das besser geschehen als auf Muckle Flugga.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Nachdem Firth auf der Leuchtturm-Insel angekommen ist, ist es Ouse, der sich seiner annimmt und ihm das Quartier, die Insel und das Wesentlichste zeigt. Der Leuchtturmwärter, der prinzipiell etwas gegen Besucher hat, aber auch auf diese zahlenden Gäste angewiesen ist, lässt sich mürrisch aber distanziert auf den Gast beim Kennenlern-Dinner am ersten Abend ein. Wohl auch, um ihn zu provozieren, ihm aufzuzeigen, wer auf der Insel das Sagen hat und was er hier zu erwarten hat und vielleicht sogar abzuschrecken.
Nach diesem ersten Abtasten, ist es an Ouse, der Firth an die Hand nimmt und ihm die schönen und weniger schönen Seiten der Insel zeigt. Die beiden kommen immer mehr ins Gespräch, tauschen sich mit ihren Gedanken, Gefühlen und philosophischen Ansichten aus. Dabei entwickelt sich immer mehr eine gewissen Vertrautheit und Anziehung.
Klappentext und Leseprobe hatten mich neugierig gemacht auf diese Geschichte, Erzählung. Ich war motiviert, mich auf diese Abgeschiedenheit und ihrer Begleiterscheinungen einzulassen. Leider hat das Buches meine Erwartungen nicht in dem Maße erfüllen können.
Insbesondere der Schreibstil von Michael Pedersen mit seinen teils sehr langen Sätzen, den merkwürdig geschriebenen Dialogen, insbesondere des Versuchs, die Dialoge des Vaters in einer eher schnoddrigen Art und Weise darzustellen, wie ich es eher aus dem plattdeutschen her kenne, haben dazu beigetragen, dass ich einige Passagen mehrfach lesen musste, um den Sinn und die Botschaft zu verstehen. Je fortgeschrittener das Buch, desto philosophischer die Gedanken und Gespräche. Leider nicht meins. Streckenweise ist das Buch dennoch gut geschrieben und es nimmt einen auch mit, aber eben nicht durchgehend.
Michael Pedersens Romandebüt ist in Anlehnung an seine bisherigen Werke sicher ein Versuch, sich eine weitere Leserschaft zu erschließen. Leider hat das bei mir nicht ganz funktioniert. Schade.