Nicht ganz leicht zu lesen aber sehr schön

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
cynthiam Avatar

Von

Die Idee mit der abgeschlagenen Insel, dem zurückgezogen Lebenden Leuchtturmwärter und seinem Sohn und den seltenen Besuchern der Insel fand ich eigentlich richtig schön und auch die Beschreibungen innerhalb der Geschichte sehr gelungen. Vor allem auch der Folklore-Charaktere rund um die Entstehung der Leuchttürme und die Plünderer hat mir gut gefallen.

Ich fand vor allem die anfänglichen Gespräche zwischen Ouse und seinem Geisterfreund nicht ganz einfach zu lesen aufgrund der altbackenen Wortwort und schwülstigen Phrasen. Zum Glück nimmt das mit der Ankunft von Firth ab und ich bin dann deutlich besser in die Geschichte hereingekommen.

Die Passagen rund um Firth haben mir da besser gefallen. Generell mochte ich die bildhaften und detailreichen Schilderungen, die Lebensumstände auf Muckle Fugga kommen gut raus- die Einsamkeit, die Kälte, das schiere raue Überleben zwischen der Wut des Vaters und dem stillen Ertragen der Demütigungen.

Auch das Bild, das der Vater von Männlichkeit und von Ouses Bestimmung hat, ist sehr eindrücklich und sehr klischeehaft. Im starken Kontrast dazu steht die sanfte Annäherung, die sich zwischen Ouse und Firth vollzieht. Ouses gesamte Persönlichkeit blüht unter Firths Blick auf und es ist einfach toll zu verfolgen, wie die beiden Zeit miteinander verbringen.

Für mich keine ganz einfach Lektüre, aber es lohnt sich definitiv dran zu bleiben