Schwer zugänglich aber lohnenswert
Der Roman spielt auf der abgelegenen Insel Muckle Flugga und erzählt von Ouse, seinem Vater und einem jungen Besucher, Firth, der für einige Zeit dort lebt. Die Handlung kreist um das Zusammenleben auf engem Raum, die Spannungen zwischen den Figuren und die Frage, welchen Weg Ouse für sein eigenes Leben einschlagen will. Die größte Stärke des Buches ist seine Atmosphäre. Die raue Landschaft, das abgeschiedene Leben und die besondere Stimmung der Insel sind sehr eindrücklich beschrieben. Auch die Figuren wirken klar gezeichnet, vor allem Ouse, der zwischen Pflichtgefühl und dem Wunsch nach einem anderen Leben steht. Die Konflikte zwischen Vater, Sohn und dem Besucher entwickeln sich nachvollziehbar und bleiben dabei meist ruhig und glaubwürdig.
Die Sprache ist bildhaft und von der Region geprägt. Das passt gut zur Geschichte, kann aber stellenweise auch etwas sperrig wirken. Gerade die poetischen und leicht mystischen Elemente sind nicht immer zugänglich und bremsen den Lesefluss gelegentlich. Inhaltlich lebt das Buch weniger von äußeren Ereignissen als von Stimmungen und inneren Konflikten. Das kann sehr intensiv sein, führt aber auch dazu, dass sich die Handlung zwischendurch etwas zieht. Wer eine klar strukturierte oder spannungsgetriebene Geschichte erwartet, wird enttäuscht.
Überzeugend ist dagegen, wie die Themen Abhängigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung verhandelt werden, ohne überzeichnet zu wirken. Die Figuren handeln nicht immer eindeutig, was sie glaubwürdig macht. Insgesamt ein ruhiger, atmosphärisch dichter Roman, der vor allem über seine Figuren und die besondere Umgebung funktioniert, auch wenn er sprachlich und erzählerisch nicht immer leicht zugänglich ist.
Die Sprache ist bildhaft und von der Region geprägt. Das passt gut zur Geschichte, kann aber stellenweise auch etwas sperrig wirken. Gerade die poetischen und leicht mystischen Elemente sind nicht immer zugänglich und bremsen den Lesefluss gelegentlich. Inhaltlich lebt das Buch weniger von äußeren Ereignissen als von Stimmungen und inneren Konflikten. Das kann sehr intensiv sein, führt aber auch dazu, dass sich die Handlung zwischendurch etwas zieht. Wer eine klar strukturierte oder spannungsgetriebene Geschichte erwartet, wird enttäuscht.
Überzeugend ist dagegen, wie die Themen Abhängigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung verhandelt werden, ohne überzeichnet zu wirken. Die Figuren handeln nicht immer eindeutig, was sie glaubwürdig macht. Insgesamt ein ruhiger, atmosphärisch dichter Roman, der vor allem über seine Figuren und die besondere Umgebung funktioniert, auch wenn er sprachlich und erzählerisch nicht immer leicht zugänglich ist.