Wort- und bildstarkes Lesevergnügen
In feiner Aufmachung daherkommend macht Michael Pedersens "Der letzte Leuchtturm" auch inhaltlich gebührend Eindruck. Würde man die Geschichte auf der kleinen schottischen Insel am Rande der schottischen Welt auf sprachlich schöne Zitate durchsuchen, würde man vom Umfang her kaum unter der Seitenzahl des Buches bleiben. Sie strotzt nur so von kreativen Metaphern und unendlichen Wegen mit Liebe faszinierende Menschen und intensiv die Natur zu beschreiben. Die Annäherung zwischen Ouse und Firth kommt wie ein unentwegtes Rauschen und Kribbeln daher, das einen atemlos auf das Ende des eigentlich sehr ruhigen und gemächlichen Buches zusteuern lässt. Bis zum letzten Augenblick wagt man nicht zu erraten, für welches Leben Ouse sich entscheiden wird. Ein wunderschönes Buch, das ich gerne noch einmal zum ersten Mal lesen würde!