Berührende Erzählung

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bellis-perennis Avatar

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Obwohl seit Jahren das Mullah-Regime im Irak herrscht, sind die radikalen Veränderungen, die damals über das Land hereinbrachen, kaum fassbar. Deshalb ist dieser Roman, der die Ereignisse aus der Sicht des vierzehnjährigen Noah beeindruckend beschreibt, besonders lesenswert.

Von heute auf morgen ist es seiner Mutter verboten arbeiten zu gehen, oder überhaupt das Haus unverhüllt und ohne männliche Begleitung zu verlassen. Der Vater darf ausschließlich islamische Kleidung verkaufen und Noah muss ihm helfen, Abbildungen von Frauen zu schwärzen. Musik und Cafés sind verboten.

Das einzige was von der alten Lebensweise übrig bleibt, sind Noahs Tauben, denn auch sein Schulkollege, dessen Mutter Jesidin ist, ist gemeinsam mit seiner Familie verschwunden.

Ein eindringlicher Roman, den ich gerne lesen werde.