Ein Himmel, der nicht mehr heilt
Noah ist vierzehn, Taubenzüchter und Beobachter einer Welt, die gerade kippt. Während Hubschrauber des Kalifats den Himmel zerreißen, dringt die neue Ordnung schleichend in seinen Alltag ein: Der Laden des Vaters muss „bereinigt“ werden, Frauenkörper werden geschwärzt, Musik verschwindet, Freundschaften reißen ab, Menschen verschwinden. Die Tauben – besonders das Paar Regenbogen und Tänzer – werden zum Gegenbild dieser Gewalt: Treue, Rückkehr, leise Würde. Mit kindlicher Klarheit und trockenem Humor erzählt Noah vom Verlust der Selbstverständlichkeit und vom Erwachsenwerden unter Zwang.
Khider macht etwas sehr Kluges: Er schreit nicht. Er erklärt nicht. Er zeigt.
Die Gewalt ist fast immer indirekt – Rauch, Marker, Schweigen, Umstellungen –, und genau dadurch wirkt sie umso bedrückender. Besonders stark ist die Perspektive: Noah ist kein Held, kein Rebell, kein Märtyrer. Er ist aufmerksam, ironisch, manchmal albern, manchmal erschreckend klar. Diese Mischung macht den Text glaubwürdig und schmerzhaft.
Khider macht etwas sehr Kluges: Er schreit nicht. Er erklärt nicht. Er zeigt.
Die Gewalt ist fast immer indirekt – Rauch, Marker, Schweigen, Umstellungen –, und genau dadurch wirkt sie umso bedrückender. Besonders stark ist die Perspektive: Noah ist kein Held, kein Rebell, kein Märtyrer. Er ist aufmerksam, ironisch, manchmal albern, manchmal erschreckend klar. Diese Mischung macht den Text glaubwürdig und schmerzhaft.