Zwischen Himmel und Verordnung: Poetik der Repression bei Abbas Khider
Mit "Der letzte Sommer der Tauben" entwirft Abbas Khider bereits auf den wenigen Seiten der Leseprobe ein dichtes literarisches Szenario, das politische Umbrüche in eindringliche Alltagsbilder übersetzt.
Der Roman setzt mit einer scheinbar harmlosen Szene ein, die abrupt kippt und damit exemplarisch Khiders erzählerische Strategie offenlegt: Das Bedrohliche dringt leise, aber unumkehrbar in das Vertraute ein.
Aus der Perspektive des vierzehnjährigen Noah wird der Übergang von Normalität zu Repression erfahrbar, ohne je didaktisch zu wirken.
Besonders überzeugend ist die symbolische Aufladung der Tauben, die zwischen Freiheit und Rückkehr oszillieren und so zur Metapher einer Gesellschaft werden, die ihre Autonomie verliert.
Khiders Sprache bleibt dabei präzise und poetisch zugleich; wenige Sätze genügen, um Angst, Anpassung und innere Gegenwehr spürbar zu machen.
Die geschilderten Maßnahmen – von der „Hautzensur“ bis zur Umstrukturierung des familiären Geschäfts – erscheinen nicht als abstrakte Politik, sondern als körperlich und sinnlich erfahrbare Eingriffe.
Gerade diese Konzentration auf Gerüche, Geräusche und kleine Gesten verleiht dem Text eine nachhaltige atmosphärische Dichte.
Realität und Imagination greifen ineinander, sodass das Erzählen selbst als Akt des Widerstands lesbar wird.
Formal unterstützen kurze Kapitel und ein klarer Rhythmus die Dynamik des gesellschaftlichen Umbruchs.
Thematisch weist der Roman weit über seinen nicht benannten Schauplatz hinaus und gewinnt angesichts aktueller Entwicklungen im Iran oder in Afghanistan besondere Relevanz.
Khider gelingt es, politische Gewalt nicht zu erklären, sondern erfahrbar zu machen.
Die Leseprobe verspricht einen Roman, der ästhetische Präzision mit ethischer Dringlichkeit verbindet.
Der Roman setzt mit einer scheinbar harmlosen Szene ein, die abrupt kippt und damit exemplarisch Khiders erzählerische Strategie offenlegt: Das Bedrohliche dringt leise, aber unumkehrbar in das Vertraute ein.
Aus der Perspektive des vierzehnjährigen Noah wird der Übergang von Normalität zu Repression erfahrbar, ohne je didaktisch zu wirken.
Besonders überzeugend ist die symbolische Aufladung der Tauben, die zwischen Freiheit und Rückkehr oszillieren und so zur Metapher einer Gesellschaft werden, die ihre Autonomie verliert.
Khiders Sprache bleibt dabei präzise und poetisch zugleich; wenige Sätze genügen, um Angst, Anpassung und innere Gegenwehr spürbar zu machen.
Die geschilderten Maßnahmen – von der „Hautzensur“ bis zur Umstrukturierung des familiären Geschäfts – erscheinen nicht als abstrakte Politik, sondern als körperlich und sinnlich erfahrbare Eingriffe.
Gerade diese Konzentration auf Gerüche, Geräusche und kleine Gesten verleiht dem Text eine nachhaltige atmosphärische Dichte.
Realität und Imagination greifen ineinander, sodass das Erzählen selbst als Akt des Widerstands lesbar wird.
Formal unterstützen kurze Kapitel und ein klarer Rhythmus die Dynamik des gesellschaftlichen Umbruchs.
Thematisch weist der Roman weit über seinen nicht benannten Schauplatz hinaus und gewinnt angesichts aktueller Entwicklungen im Iran oder in Afghanistan besondere Relevanz.
Khider gelingt es, politische Gewalt nicht zu erklären, sondern erfahrbar zu machen.
Die Leseprobe verspricht einen Roman, der ästhetische Präzision mit ethischer Dringlichkeit verbindet.