die Hoffnung bleibt

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moehawk Avatar

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Noah ist 14 Jahre alt, als das Kalifat in seiner Stadt und seinem Leben beginnt alles umzukrempeln. Erst ist es vor allem das Leben seines Vaters, der in seinem Bekleidungsgeschäft nicht mehr alles anbieten darf und der mit schwarzem Stift auf den Verpackungen die Frauen schwärzt und unkenntlich macht. Dann sind es die Frauen, die nicht mehr alleine auf die Straße dürfen, die nach und nach ins Haus verbannt und schwer bestraft werden für vergehen gegen die Vorgaben des Regims. Bis hin zu Steinigungen. Und dann sind es Noahs geliebte Tauben, denen man die Flügel stutzt, um sie am Wegfliegen zu hindern.

Es war mein erstes Buch von Abbas Khider einem irakstämmigen deutschen Autor. Auch wenn er weder die Stadt noch das Land benennt, weiß man, dass es Bagdad und der Irak sein könnten. Sein Schreibstil ist sehr eigen. Kurz und knapp die Kapitel, klar und direkt die Sprache. Das wirkte auf mich anfangs etwas abgehackt aber es erzeugte auch ein hohes Erzähltempo und der Autor erzählt eine wirklich eindringliche Geschichte. Am Ende bleibt eine kleine Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zuletzt.