Emotional fordernde Geschichte, die mir Gänsehaut aufgrund der Authentizität bereitet hat

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isabell Avatar

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Noah ist vierzehn Jahre alt und sein Leben ändert sich gerade sehr. Zuvor haben seine Eltern ein Modegeschäft betrieben und haben dort u.a. schicke Damenmode verkauft. Jetzt darf seine Mutter dort nicht mehr arbeiten, darf das Haus nur noch verhüllt und in Begleitung eines männlichen Verwandten verlassen. Schicke, farbenfrohe Mode ist verboten und muss verbrannt werden sowie selbst auf den Verpackungen von Kleidung die Haut der Frauen komplett bis auf einen Schlitz für die Augen mit Stiften geschwärzt werden muss. Es sind Zigaretten, Handys, etc. verboten und sollen abgegeben werden bzw. vor die Tür gelegt werden, wo sie dann eingesammelt werden.
Es ist gefährlich sich den neuen mächtigen Menschen zu widersetzen und es stellt sich auch die Frage, wer Freund und wer Feind ist.
Noahs Zufluchtsort ist dort, wo seine Tauben beim Onkel nebenan leben. Sie sind seine Freunde und dürfen fliegen. Seine Tauben bedeuten für ihn ein Stück Freiheit, doch auch den Tauben wird die Freiheit genommen.
Der Autor erzählt seine Geschichte in kurzen Kapiteln und vielleicht habe ich es auch nur deswegen geschafft, die Geschichte zu Ende zu lesen, denn sie hat mich emotional sehr herausgefordert, dabei schreibt er fast unaufgeregt und sachlich.
Trotz der dramatischen Ereignisse, gibt es zwischendurch auch kleine Begebenheiten, die mich lächeln lassen und auch Hoffnung geben. Der Wille vieler Menschen nach Freiheit ist noch nicht gebrochen.
Fünf Sterne für diesen aufwühlenden Roman