Gehört auf die Longlist des Deutschen Buchpreis!

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desirée Avatar

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"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider ist ein Roman, der mich absolut begeistert hat. Sprachlich wunderschön, inhaltlich erschreckend, bewegend und gleichzeitig packend, bin ich nur so durch die wenigen Seiten geflogen. Wir begleiten in dieser Geschichte den 14jährigen Taubenzüchter Noah, der mit seiner Familie im neu errichteten Kalifat in Irak lebt. Stück für Stück schwindet die Freiheit und ein Regime von Angst und Terror entsteht. Für mich bis dato eines der besten Bücher im Frühjahr 2026 und definitiv ein heißer Kandidat für den Deutschen Buchpreis. Ich würde mich sehr über eine Nominierung freuen, denn der Roman hat noch mehr Aufmerksamkeit verdient.

Wenn ich ganz kritisch bin, dann ziehe ich einen halben Stern ab, weil mir die Geschichte zu kurz war. Denn ich hätte Noah und seine Familie gerne weiter begleitet und tiefer in einzelne Situationen geschaut. Ein dicker Familienroman rund um die Protagonisten in diesem totalitären System hätte mir sicherlich sehr gut gefallen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Auch mit nur 200 Seiten ist das Buch ein Highlight! Große Leseempfehlung!