Kurz, eindrucksvoll und pure Poesie
Eigentlich ist dieses Buch eine beklemmende Momentaufnahme. Ein islamistisches Regime übernimmt die Macht. Noah und seine Familie müssen sich anpassen. Wo genau das passiert, wird nicht konkretisiert. Leider fallen einem viele mögliche Schauplätze für exakt so ein Szenario ein.
Noah ist vierzehn und versucht zu verstehen, was um ihn herum geschieht. Plötzlich gelten andere Spielregeln. Das neue Regime versteht keinen Spaß und ein „Das war nicht so gemeint“ kann man sich schenken. Ein falsches Wort und du kommst ins „Ferienlager“, das ist seinem Freund Rasul passiert. Von seinem alten Leben sind ihm nur noch die Tauben geblieben, Noah züchtet sie und liebt jede von ihnen. Aber selbst Tauben sind dem Regime irgendwann ein Dorn im Auge. Überall flattern sie herum, sehen alles, man muss ihnen die Flügel stutzen. „Tauben werden die neuen Hühner des Kalifats“
Ich hätte nie gedacht, welche Symbolkraft Tauben haben können. Sie ziehen als poetisches Stilmittel durch dieses Buch sind allgegenwärtig, friedlich, beständig, liebevoll, und bieten trotzdem Zündstoff. Die Kapitel sind kurz und haben sprechende Überschriften. Sie wirken fast wie Gedichte. „Acht Quadratmeter Angst“, da mag man fast nicht weiterlesen, so beklemmend ist es.
Dieses Buch ist kurz, eindrucksvoll und pure Poesie. Es vermittelt kunstvoll Trauer, Abschied und Verzweiflung, wirkt wie ein Abgesang an ein Leben, das sich grundlegend geändert hat.
Ich bin beeindruckt.
Noah ist vierzehn und versucht zu verstehen, was um ihn herum geschieht. Plötzlich gelten andere Spielregeln. Das neue Regime versteht keinen Spaß und ein „Das war nicht so gemeint“ kann man sich schenken. Ein falsches Wort und du kommst ins „Ferienlager“, das ist seinem Freund Rasul passiert. Von seinem alten Leben sind ihm nur noch die Tauben geblieben, Noah züchtet sie und liebt jede von ihnen. Aber selbst Tauben sind dem Regime irgendwann ein Dorn im Auge. Überall flattern sie herum, sehen alles, man muss ihnen die Flügel stutzen. „Tauben werden die neuen Hühner des Kalifats“
Ich hätte nie gedacht, welche Symbolkraft Tauben haben können. Sie ziehen als poetisches Stilmittel durch dieses Buch sind allgegenwärtig, friedlich, beständig, liebevoll, und bieten trotzdem Zündstoff. Die Kapitel sind kurz und haben sprechende Überschriften. Sie wirken fast wie Gedichte. „Acht Quadratmeter Angst“, da mag man fast nicht weiterlesen, so beklemmend ist es.
Dieses Buch ist kurz, eindrucksvoll und pure Poesie. Es vermittelt kunstvoll Trauer, Abschied und Verzweiflung, wirkt wie ein Abgesang an ein Leben, das sich grundlegend geändert hat.
Ich bin beeindruckt.