Leicht und doch ernst
Der letzte Sommer der Tauben hat mich beim Lesen tief berührt und lange nachwirken lassen. Was mich besonders beeindruckt hat, war die stimmige Mischung aus Leichtigkeit und Ernst, die der Roman schafft, ein Ton, der zwar ruhig beginnt, aber dennoch immer wieder starke Emotionen und Reflexionen auslöst. Die Sprache wirkt für mich poetisch und klar zugleich, sodass ich beim Weiterlesen nicht nur die Geschichte verfolgt habe, sondern mich wirklich in der Stimmung der erzählten Welt verloren habe. Viele Szenen hatten für mich eine fast bildhafte Kraft, in denen ich nicht nur gelesen habe, sondern regelrecht erlebt habe, wie sich etwas verändert oder verschiebt. Am stärksten empfand ich, wie der Roman Gefühl und Zeit bewusst miteinander verknüpft, ohne dass es künstlich oder dramatisch wirkt. Es sind gerade die leisen Momente, die Beobachtungen, die kleinen Details, die mich immer wieder innehalten ließen und mir das Gefühl gaben, wirklich bei der Figur mitzudenken und mitzuspüren. Besonders nach dem Lesen blieb dieses Nachklingen von Stimmung und innerer Bewegung spürbar, nicht nur die reine Handlung im Kopf.