Noahs neues Leben
Der vierzehnjährige Noah lebt mit seinen Eltern im Haus des Großvaters. Weder sei Vater, noch dessen Bruder Ali haben dessen Teppichhandel weitergeführt. Onkel Ali hat ein Café, Noahs Vater verkauft Textilien, doch wie lange noch? Es finden gerade große Veränderungen statt. Die neuen Gesetze des Kalifats verbieten die Fortführung des Cafés genauso wie den Verkauf bunter Kleidung sowie Abbildungen von Frauen, die inzwischen das Haus nur mit dem Hijab bekleidet und in Begleitung verlassen dürfen. Ihnen sind nur noch wenige Berufe erlaubt, zum Beispiel Ärztin für Frauen oder Lehrerin für Mädchen. Generell verboten sind inzwischen Alkohol, Zigaretten und Spiele aller Art. Noahs älterer Bruder Bakir hat sich schon vor langer Zeit radikalisiert und keinen Kontakt mehr zu seiner Familie. Wird er seine Angehörigen retten können, wenn es zum Äußersten kommt?
Noah züchtet mit seinem Onkel Tauben in einem Verschlag auf dem Dach. Jede hat einen Namen, alle werden sehr geliebt. Doch auch die Zucht von Tauben wird verboten, da sie für illegale Aktionen benutzt werden könnten, z.B. für Schmuggel. Die Menschen leben in absoluter Rechtlosigkeit, und gewalttätige Übergriffe durch die Polizei sind Alltag auf den Straßen. Noah wird sogar Zeuge einer Steinigung, bei der die Zuschauer nach Aufforderung gehorsam mitmachen. Dann muss Onkel Ali aus dem Land fliehen, und Noah gerät wegen eines Streichs in Lebensgefahr. Er wird eingesperrt und brutal geschlagen. Es war nicht nur der letzte Sommer der Tauben, sondern auch das Ende jeglicher Normalität, eines glücklichen Lebens in Freiheit.
Khiders neuer Roman ist wieder interessant und lesenswert. Dass er selbst als junger Mann ähnliche Erfahrungen gemacht hat, verleiht der Darstellung eine besondere Authentizität. Sehr empfehlenswert.
Noah züchtet mit seinem Onkel Tauben in einem Verschlag auf dem Dach. Jede hat einen Namen, alle werden sehr geliebt. Doch auch die Zucht von Tauben wird verboten, da sie für illegale Aktionen benutzt werden könnten, z.B. für Schmuggel. Die Menschen leben in absoluter Rechtlosigkeit, und gewalttätige Übergriffe durch die Polizei sind Alltag auf den Straßen. Noah wird sogar Zeuge einer Steinigung, bei der die Zuschauer nach Aufforderung gehorsam mitmachen. Dann muss Onkel Ali aus dem Land fliehen, und Noah gerät wegen eines Streichs in Lebensgefahr. Er wird eingesperrt und brutal geschlagen. Es war nicht nur der letzte Sommer der Tauben, sondern auch das Ende jeglicher Normalität, eines glücklichen Lebens in Freiheit.
Khiders neuer Roman ist wieder interessant und lesenswert. Dass er selbst als junger Mann ähnliche Erfahrungen gemacht hat, verleiht der Darstellung eine besondere Authentizität. Sehr empfehlenswert.