Poetisch verstörend
Es ist das erste Buch welches ich von Abbas Khider lese und es hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Ich habe es an einem Abend durchgelesen,aber es beschäftigt mich darüberhinaus. Die kurzen Kapitel aus dem Leben des kleinen Taubenzüchters Noah handeln von dem alltäglichen Leben im Kalifat aus seiner Sicht. Es ist verstörend zu lesen wie bspw. Frauen behandelt werden und seine besten Freunde durch ein „Jugendcamp“ gebrainwashed werden. Das Buch ist aber von der Sprache sehr poetisch und erschafft Bilder im Kopf, wodurch es eine gewisse Hoffnung und auch Verständnis für die Menschen vor Ort schafft, die teilweise vor einer auswechslosen Zukunft stehen. Mich hat sehr beeindruckt wie der Autor es schafft durch Gespräche zwischen dem Onkel und Noah sehr schwere Themen wie das Anschliessen an den Dschihadt in wenigen Worten das unbegreifliche begreiflich zu machen.