Ein nostalgischer Blick auf die Schwelle zum Erwachsenwerden heute.

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fönbo Avatar

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Daisy Garrison fängt in "Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens" das flirrende Gefühl eines unvergesslichen Sommers ein.

Der Schreibstil ist erfrischend direkt und verzichtet glücklicherweise auf unnötig komplizierte Schachtelsätze oder gekünstelte Dramatik.

Die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe wirkt authentisch und erinnert mich an meine eigene Jugendzeit. Es geht um diesen einen speziellen Moment, in dem sich alles nach Abschied und gleichzeitig nach Anfang anfühlt.

Die Dialoge sind lebendig gestaltet und lassen die Figuren schnell plastisch vor dem inneren Auge entstehen. Echte Emotionen stehen im Vordergrund.

Die Unsicherheit über die Zukunft nach dem Schulabschluss wird sehr einfühlsam und greifbar thematisiert. Es ist dieses melancholische Grundrauschen, das die Geschichte so einladend und zugleich nachdenklich macht.

Daisy Garrison scheint ein Händchen für die kleinen, leisen Zwischentöne des Lebens zu haben.

Es ist ein Buch, das perfekt in die warme Jahreszeit passt und Sehnsüchte weckt.

Wer Coming-of-Age-Geschichten mit Herz und Verstand sucht, wird hier definitiv fündig werden.