Der letzte Sommer vor dem Rest besticht durch eine feinfühlige, dialogstarke Erzählweise und die glaubwürdige, nuancierte Darstellung einer intensiven Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Figuren, deren Perspektivwechsel emotionale Nähe und Tiefe erzeugen. Kritisch anzumerken ist jedoch, dass der Roman stark im Alltäglichen und Reflektierenden verharrt und damit stellenweise an narrativer Spannung verliert, da äußere Handlung und Konflikteskalation bewusst zurückgenommen bleiben.