Wenn die Sonne auf Melancholie trifft

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Das Cover versprüht sofort dieses ganz besondere „Coming-of-Age“-Gefühl. Die Gestaltung wirkt leicht, sommerlich und weckt eine gewisse Sehnsucht nach dieser ganz speziellen Zeit zwischen Schulabschluss und dem Ernst des Lebens. Es verspricht eine Geschichte voller Emotionen, die perfekt in die warme Jahreszeit passt.

Unverfälscht und nahbar - Daisy Garrison hat einen wunderbar flüssigen und authentischen Schreibstil, der mich sofort abgeholt hat. Besonders beeindruckend ist der Wechsel der Perspektiven zwischen Mina und Caplan. Die Dialoge wirken wie direkt aus dem Leben gegriffen – mal schlagfertig und witzig, mal tiefgründig und verletzlich.

Die Dynamik zwischen Mina und Caplan ist das Herzstück dieser Leseprobe. Mina ist die kluge, eher zurückhaltende Beobachterin, die sich hinter einer unbewegten Miene schützt. Caplan hingegen ist der strahlende Mittelpunkt, der sportliche Star, der aber auch seine ganz eigenen Zweifel und Schwächen hat – wie seine anfänglichen Leseschwierigkeiten zeigen. Die Rückblicke auf ihre gemeinsame Kindheit und die Art, wie sie durch „Harry Potter“ Freunde wurden, geben den Charakteren eine enorme emotionale Tiefe. Man spürt förmlich die „Gold-gegen-Grau“-Atmosphäre, die zwischen den beiden herrscht.

Diese Geschichte ist mehr als eine typische Highschool-Romanze. Es ist eine Hommage an die Freundschaft und das Erwachsenwerden. Der Moment, in dem Caplan an der University of Michigan angenommen wird, markiert den Beginn einer großen Veränderung. Ich möchte unbedingt erfahren, ob ihre tiefe Verbindung den „Rest ihres Lebens“ übersteht und welche Geheimnisse noch hinter Minas Melancholie stecken. Ein absolut mitreißender Auftakt, der Lust auf mehr macht!